ihn, alle in sehr schönen Gewändern, George als Cäsar, einePersephone, ein Hermes und noch mehr famose Gestalten. Spä-ter (ii. IV. 1903) schenkte mir George einen Ausschnitt derPhotographie, sich als Cäsaren und ihm zu Füßen einen alsPersephone verkleideten Herrn.
Montag den 23. II. nachmittags ging ich mit ihm spazieren;er gab mir einige Gedichte zurück, von denen er den Zyklus«Ein Kampf» ganz gut fand. Er war noch ganz begeistert vondem gestrigen Fest.
Am 25. II. traf ich ihn früh in Begleitung des Herrn, der beidem Festzug die Persephone dargesteUt hatte. Es ist dies einbekannter Archäologe. Nachmittags brachte ich George wie-der neue Gedichte. Wir gingen unsern gewöhnlichen Spazier-gang, die Schwabinger Landstraße hinaus, und ich erwähnte,daß ich gestern (Fastnachtsdienstag) in der Maximilianstraßegewesen sei. Er bedauerte aufrichtig nicht auch gekommenzu sein, zumal er von einigen Bekannten aufgefordert wordenwar. Er war auf dem Scharfrichterball gewesen, sei aber er-kannt worden. Daraufhin habe man ihm stürmische Ovationenbereitet.
Samstag 28. II. brachte ich ihm die Gedichte «Entweihung»und «Leben». Als ich sie vorgelesen hatte, sagte er, er müssemir etwas Trauriges sagen, er müsse auf einige Zeit nach Wien .Ich versprach ihm einige Male zu schreiben, er hingegen sagte,wenn er wieder hier sei, wolle er meine Eltern besuchen. Undso schieden wir.
Ich schrieb ihm am 6. III. und sandte ihm einige Gedichte:«Nächtliche Wanderung» etc.
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