und Walter Dietrich aus Wien , die ihn gerne kennenlernenwollten, zu ihm. Zuerst war er sehr erstaunt, doch dann wurdeer recht unterhaltend.
Wir sprachen zuerst von Maeterlinck und «Monna Vanna» wieüber seine anderen Schriften, die er sehr lobte. Dagegen spracher von Paul Heyse sehr schlecht. Solche Sachen, sagte er, leseer jetzt schon lange nicht mehr. Dann kamen wir auf seineReisen zu sprechen. Italien gefiele ihm sehr gut, doch nochbesser Spanien . Hier hauptsächlich seien die Eingeborenenvon einer großartigen Höflichkeit und edlem Wesen in ihremBenehmen (Grandezza). Dann unterhielten wir uns über dasmoderne Lehrwesen. «Das jetzige Lehrpersonal», sagte er, «istnicht schlecht, doch fehlt noch viel, um von ihm sagen zu kön-nen, es ist gut.»
Auch sprachen wir noch über Musik. Er, selbst ein großerMusikfreund, besuche Konzerte nur wenig und wenn er es tue,so bliebe er nur einige Zeit, da er dann soviel Stoff zu verar-beiten habe, daß er nicht mehr annehmen könne.Da kam Herr Gundolf, George zeigte uns noch seine Woh-nung. Dann verabschiedeten wir uns.
Am ii. IV. war ich früh mit meinem Vater bei ihm, zuerstunterhielten wir uns über Politik, dann lud mein Vater ihn zuMontag den 13. IV. zum Abendessen ein, wozu er sichtlicherfreut zusagte. Mein Vater ging, ich blieb noch und sah mitihm eines seiner Werke in der Prachtausgabe an. Dann gingenwir aus dem Empfangszimmer ins Arbeitszimmer, wo Gun-dolf war. George schenkte mir die Photographie von demMaskenball.
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