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Das Buch von der Ehe / Francesco Barbaro.
(Deutsch von Percy Gothein)
Entstehung
Seite
90
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9°

ANHANG

10 Roberto de'Rossi, Schüler des byzantinischen Gelehrten Manuel Chrysoloras,Aristotelesübersetzer und Kopist griechischer und lateinischer Handschriften inFlorenz, Lehrer der Brüder Medici.

11 Leonardo Aretino Bruni (13691444). Florentinischer Humanist, später päpstlicherSekretär und florentinischer Staatskanzler. Freund des Zacharias Trevisano und desF. B. Über die Beziehungen zu letzterem vgl. P. Gothein: F. B. passim (siehe Re-gister dort).

12 Plutarch, Regum et imperat. apophthegmata, Alexander magnus 30. Xenokrates,aus Chalkedon (396314 v. Chr.) berühmter Philosoph der Alten Akademie zu Athen.

13 In der Frührenaissance, vorzüglich in dem hier erwähnten Humanistenkreis inFlorenz und in Oberitalien, macht sich zu Beginn des xv. Jahrhunderts unter An-lehnung an Cicero, De officiis ni 2. 5 eine Vorliebe für die praktisch angewandteLebensphilosophie geltend, die sich aus den neuerschlossenen Quellen des Altertums(hier besonders Plutarch) herleitet und die sich deutlich gegen die vorhergehendePeriode des begrifflichen Denkens der Spätscholastik mit ihrem veralteten Ein-teilungs- und Auf bauschema abhebt.

14 . .cui (juventuti) ut prodessemus de suo negotio otiosi perscripsimus. Vielleichteine Anspielung darauf, daß er als ein mit Ehedingen noch Unbeschäftigter (also Un-verheirateter) die Beschäftigung der verheirateten Jugend schildert. Er selbst heiratetenicht viel später.

15 Die Überschriften sind Zutaten um der Übersichtlichkeit willen. In der vom Uber-setzer verglichenen Handschrift: cod. Berol. lat. 468 von 1456 sind die einzelnen Ab-schnitte nur durch große Initialen geschieden. Jedoch sind die Uberschriften bereitsvorhanden in den ersten Drucken des xvt. Jahrhunderts.

16 Bei «dem Vorgang der gelehrtesten Männer» bezieht sich B. wohl auf Piaton, dessenhierzu entsprechende Methode im Symposion Socrates auseinandersetzt: (199c) undPhaedtus 237b/c, vgl. auch Cicero, De officiis I 2. 7.

17 Vgl. über die Bedeutung und Herkunft dieser Definition ausführlich: P. Gothein,F. B.....Seite 67E

18 Nach Valerius Maximus, Factorum et dictorum memorabilium libri n, 9,1. Die Ab-gabe der Ehelosen wurde uxorium genannt (nach Forcellini, Lexicon totius latinitatis).

19 Vgl. Cicero, De officiis 1, 4, II.

20 Vgl. Plut., Lykurg 15. In Barbaros Plutarchhandschrift mag Callicles gestandenhaben, sonst liest man die Geschichte von dem spartanischen Feldherrn Derkyllidas.

21 Plut., Apophthegmata laconica, Agesilaus 29 u. 30.

22 Plut., Cato maior 20.

23 Xenophon, Cyropaedia vu, 4, 17; dort 'A8oöaio<;, nicht Cadusius.

24 Ebendort m, 2.

26 Plut., De Alexandri Magni fortuna aut virtute, pag. 329 e/f.

28 Der Vergleich mit dem Trojanischen Pferde wird von den Humanisten stets positivgewertet (also glückbringend vom griechischen Standpunkte aus, nicht unheilbringendvom trojanischen aus). Vgl. P. Gothein, F. B. Seite 356, Anm. 8.

27 Vgl. Petrus Lombardus, Sententiarum lib. IV distinctio XXVI; darüber Näheresbei Gothein, F, B. Seite 68.

28 Matthäus 5, 31 und Johannes 2, 1.

29 Vgl. P. Gothein a. a. O. Seite 69: «dies ist die gleiche Ansicht, wie sie Petrus Lom-bardus äußert».

30 Den drei übergeordneten Begriffen sind je drei andere untergeordnet. Zu sapientiagehört ingenium, doctrina, scientia; zu amicitia: honesta morum similitudo, con-jugium, concubitus; zu salus: cibus, potus, somnus.

31 Augustinus, De bono conjugali 24.

32 Plut., De fraterno amore 482A.