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Das Buch von der Ehe / Francesco Barbaro.
(Deutsch von Percy Gothein)
Entstehung
Seite
89
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ANMERKUNGEN I.

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ANMERKUNGEN

Die Anmerkungen legen, soweit es sich um antike Zitate handelt, die Quellennach-weise der Ausgabe: Francisci Barbari De re uxoria Uber, Nuova edizione per cura diAttilio Gnesotto, in Atti e memorie della r. Accad. di scienze lettere ed arti in Padova ,Nuova Serie vol. xxxi 1915, Zugrunde, jedoch stellenweise berichtigt und vielfachergänzt und erläutert. Auch möchte ich nicht unterlassen, hier für die persönliche An-teilnahme an der sprachlichen Durcharbeitung meiner Ubersetzung Ernst Gundolf ,Darmstadt, Dr. Hans Nachod und Paul Stern, Leipzig , zu danken.Die Wahl des Titels seiner Schrift: De re uxoria, mag Barbaro in Anlehnung an dieSeite 19 Anm. 34 benutzte Stelle aus Gellius, Noctes Atticae [, 63 vorgenommenhaben. Er fand dort: Videbatur quibusdam Q. Metellum censorem, cui consiliumesset ad uxores ducendas populum hortari, non oportuisse de molestia incommo-disque perpetuis rei uxoriae confiteri.....

Ebenfalls stieß er bei Cicero , De officiis Iii 15 auf den Ausdruck res uxoria. Als Rechts-begriff= Mitgift las er es bei Quintilian , Institutio oratoria VH 4, 11. Ebenfalls warihm von seinen Paduaner Rechtsstudien der Begriff in dieser Bedeutung bei denrömischen Juristen geläufig.

ERSTER TEIL:

1 Lorenzo d'Medici (*I39J in Florenz) , der Florentiner Freund Barbaros bis an seinen1440 erfolgten Tod. Er war der getreue Helfer seines größeren Bruders Cosimo. Uberseine Beziehungen zu Barbaro vgl. Percy Gothein, Francesco Barbaro, Frühhumanis-mus und Staatskunst in Venedig, Berlin 1932, passim (siehe Register dort).

2 Noch heute sind in Italien die <nozze> benannten literarischen Hochzeitsgaben üblich.

3 Herodot Histor. 1 193.

4 . .justissima tellus. Vergil, Georg. 2, 460 B.

5 Francesco hatte 25 jährig 1415 seine erste Reise nach Florenz unternommen und sichmit dem dortigen Gelehrtenkreis angefreundet. Die für sein Gedächtnis liebstenStunden verlebte er hier mit Lorenzo de'Medici , dem Bruder Cosimos.

6 Zacharias Trevisano, "j" 1413, feingebildeter venezianischer Staatsmann, älterer Freunddes F. B., den er in Padua , wo B. 1412 die Rechte studierte und sich bei humanistischemLehrer im Latein vervollkommnete, als Podesta der Stadt in die Staatsbürgerkundeeinführte. Die vorliegende Schrift ist, wie B. dankend bekennt, zum Teil aus den Ge-sprächen mit Z. T. hervorgegangen. Über Trevisano vgl. Gothein a. a. O. Seite 4245.

7 Der Gedanke, daß die beiden Freunde sich in ihrem Wirken auf die gleichaltrigeJugend ergänzen müssen, daß Francesco nur darstellen, was Lorenzo zu größererWirksamkeit darlebcn wird, kehrt im Schlußwort des Werkchens wieder, vgl. Seite 81.

8 Giovanni dei Bicci de'Medici, angesehener Bürger und Bankier in Florenz , derdurch maßvolle Politik den Aufstieg seines Sohnes Cosimo vorbereitete.

9 Cosimo de'Medici , der berühmte florentinische Bankier und Staatsmann (* Sept.1389 in Florenz , f 1. August 1464 in Careggi), befreundete sich mit seinem Alters-genossen F.B. während dessen erster Florentiner Reise 1415. Uber die wechselseitigenBeziehungen siehe P. Gothein , F. B. passim (siehe Register dort).