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ANHANG
ist, kommt hier zur Sprache <ut nonnullis diligentissimis placuisse medicis video, alsodas, was Barbaro von den Ärzten in dem Padua seiner eignen Zeit gehört hatte. In derEmbryologie machte sich damals der Humanismus dahin geltend, daß er gegen dieoben gekennzeichnete Aristotelische Auffassung die aus den Quellen wieder besser be-kannt werdende des Hippokrates und Galen setzte, die einst Aristoteles bekämpfthatte: daß der Same der Frau die Bildung eines Mädchens entscheide. Zuerst haben dieseAnsicht Pythagoras, Epikur und Demokrit ausgesprochen (nach H. Diels , Doxo-graphi graeci 418a, 5 ff. aus Plutarch , Epitome v, 4: 11 u\t-a.föpaz Kitty.oupoc, A-r)u,6v.piTo<;xal tö ä"f]Xu itpoiefrai 07tsp|j.a. Vgl. W. His, Die Theorien der geschlechtlichenZeugung, Arch. f. Anthropologie iv, 1870, 197 fr. Bruno Bloch , Die geschichtlichenGrundlagen der Embryologie bis auf Harvey, Abhdl. d. kais. Leopold.-Karol. Deut-schen Akademie der Naturforscher, Bd. 82, 1904, Seite 277—278.69 Justinian, Institutiones 1, 4. Barbaro hatte, bevor er De re uxoria abfaßte, an derUniversität Padua studiert und war dort zum Magister und Doctor iuris promoviert.
60 Herodot, Hist. 1, 173.
61 Cicero , De natura deorum m, 18, 45.
62 Diogenes Laertius, Solon 55.
64 Bei Plutarch , Conjug. praec. 8, sind es Pferde, nicht Kamele, wie bei Barbaro.
65 Plut., Quaestiones romanae Nr. 108. Die Römer ließen nicht zu, daß innerhalb dergens geheiratet werde, damit einmal sich Verwandtenliebe nicht auf eine gens be-schränken sollte, und dann damit man recht viele Familienbeziehungen erreiche,drittens für den Staat nützliche Verkettung der Familien.
66 Tacitus, Annalen XU, 7. Claudius Nero = Kaiser Nero. Agrippina , seine Mutter,Gemahlin des Kaiser Claudius. T. Alledius Severus, römischer Ritter.
67 B. bringt das griechische Wortspiel des Plutarch, De liberis educandis 1 d:(AaxeSaifjLovioi).. u>c oh ßaaiXeac ßaaO.etSia itapao^siv auxocc, Siavooito durchdie Wiedergabe: quod liberos non reges relictum ire cogitasset, nicht recht heraus.
68 Vergil, Äeneis 1, 589 m
69 Vgl. unten Seite 62 u. Anm. II, 51.
70 Ovid, Metamorphosen . Anspielung auf die Geschichten der Io u. der Leda.
71 Vergil, Aeneis v, 344, dem Euryalus nämlich, dem die Siegesbcute bestrittenwird. Die Anschauung über die Stellung und das Vorrecht des schönen Menschen inder menschlichen Gemeinschaft ist deutlich an platonische Vorstellungen aus demPhaidros angelehnt.
72 Plutarch , Conj. praec. 28, spricht von dem unfreundlichen Gehaben des Xenokrates,Barbaro verschiebt diesen Mangel von der charakterlichen zur körperlichen Seite.Plut.: e 0 nXattuv tü) SevoxpaTst ßapuTspiu tö Tjfl-oc, ovti xaWa. hi y.aXü> xäfaä-cüitapsy.eXEÜETO ö-üeiv TaTe Xäpiaiv. Barbaro (De reux. [24,14]): Plato Xenocratem, in quosingularis corporis deformitas erat, monere solitus est, ut Gratiis saepe Sacra faceret.
73 Vergil, Aeneis 1, 71 ff.
74 Plut., Conjug. praec. 24. (Hätte dieser Jüngling öfter mit klugen Männern ge-sprochen als mit sich selbsb ist Zusatz Barbaros, der sich bei Plutarch nicht findet. Ermag da an seine eigne Erfahrung gedacht haben, als er bei dem älteren ZachariasTrevisano freundschaftliche Belehrung empfing.
75 Homer, Ilias B, 671 ff. Homer macht selbst eine Einschränkung, Vers 675: GcXX'öXaxao'vbz evjv, naSpot; 8s ol eitcsto X<xoc. (ÄXaTtaSvöc = kraftlos).
76 Gedanken, die Cicero niederlegt in De officiis I, §§ 42—50 passim.
77 Herodot, Hist. I, 138.
78 B. hat dieselbe Geschichte mit etwas andern Worten schon einmal erzählt (vgl.Seite 15 u. Anm. I, 12) aber dort, wie es bei Plutarch steht, von Xenokrates, nichtvon Phocion.