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Die Friedensbedingungen : ein Wort an das deutsche Volk / von Karl Helfferich
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England zu befreien versucht haben. Sie werden uns weg-genommne und unter unsere Feinde aufgeteilt. Kurz, alleswas deutscher Unternehmungsgeist und deutsche Arbeitdraußen in der Welt geschaffen haben an Handelsnieder-lassungen, an gewerblichen und landwirtschaftlichen Be-trieben, an Verkehrspnternehmungen, wird zur Beuteunserer Feinde und wird mit Stumpf und Stiel ausgerottet.

Der Raub unserer Handelsflotte.

Ohne weiteres weggenommen wird uns ferner unseregesamte dem Überseeverkehr dienende Handelsflotte. Diedeutsche Regierung soll sich verpflichten, alle ihrenStaatsangehörigen gehörenden Handelsschiffe von 1600Bruttotonnen und darüber das sind die für den Über-seeverkehr in Betracht kommenden unseren Feindenauszuliefern; darüber hinaus die Hälfte der Tonnage derSchiffe mit einem Raumgehalt zwischen 1000 und 1600Bruttotonnen und je ein Viertel der Tonnage sowohl derFischdampfer wie der anderen Fischereifahrzeuge. DieAuslieferung hat innerhalb von zwei Monaten nach Unter-zeichnung des Friedensvertrages zu erfolgen.

Unsere Handelsflotte, nach derjenigen Englands diegrößte der Welt, unser Stolz und das wichtigste Werkzeugunseres auswärtigen Handels, hat damit aufgehört zuexistieren.

Deutschland außerhalb des Rechts.

Zu der Vernichtung unseres auswärtigen Besitzes undunserer Handelsflotte wollen unsere Feinde die völligeRechtlosigkeit des Deutschen im Auslande hinzufügen. DieFriedensbedingungen verlangen, wie bereits erwähnt wurde,von Deutschland den Verzicht auf sämtliche Rechte, An-sprüche und Vorzugsrechte, die ihm außerhalb seinerneuen Grenzen in Europa aus irgendwelchem Grunde denalliierten und assoziierten Mächten gegenüber zustehen.Auch soll sich Deutschland verpflichten, auf jede Ver-tretung oder Teilnahme an der Verwaltung und Kontrollevon Agenturen, Staatsbanken und allem sonstigen inter-