— 44 —
Der Präsident fügte hinzu, daß nunmehr der MarschallFoch von der Regierung der Vereinigten Staaten und denalliierten Regierungen ermächtigt worden sei, Vertreternder deutschen Regierung die Waffenstillstandsbedingungeiimitzuteilen.
Die von dem Präsidenten Wilson verkündeten Pro-grammpunkte und Grundsätze sind also vor Abschluß desWaffenstillstandes, der Deutschland wehrlos gemacht hat,mit den beiden oben erwähnten Vorbehalten auch vonunseren Feinden als Grundlage für den Friedensschlußangenommen worden.
Das Wilson-Programm und die „Friedensbedingungen".
Mit diesen Programmpunkten und Grundsätzen stehendie uns vorgelegten Friedensbedingungen im schreiendstenWiderspruch.
In der Botschaft vom 8. Januar 1918 hatte Herr Wilsonerklärt:
„Ein klar ersichtlicher Grundsatz geht durch meinganzes Programm: es ist der Grundsatz der Gerechtigkeitfür alle Völker und Nationalitäten und ihres Rechtes aufgleiche Bedingungen für Freiheit und Sicherheit, seien siestark oder schwach."
Und in der Rede vom 27. September 1918:„Wenn es in Tat und Wahrheit das gemeinsame Zielder gegen Deutschland verbündeten Völker ist, in denkommenden Friedensverhandlungen einen dauernden undgesicherten Frieden zustande zu bringen, dann werden allebereit und gewillt sein müssen, den einzigen Preis zu zahlen,um den er zu haben ist. Dieser Preis ist unparteiischeGerechtigkeit in jedem Punkt, einerlei wessen Interessendadurch gekreuzt werden. . . . Die unparteiische Ge-rechtigkeit darf keinen Unterschied machen zwischensolchen, gegenüber denen wir gerecht zu sein wünschen,und solchen, gegenüber denen wir lieber nicht gerecht seinmöchten. Es muß eine Gerechtigkeit sein, die keine Be-günstigung und keine Abstufung kennt, sondern ein gleichesRecht für die beteiligten Völker." .