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Die finanzielle Seite des russisch-japanischen Krieges
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Die finanzielle Seite des russisch -japanischen Krieges.

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bis 1901 hat sich die Zahl der Rinder von 1,0 auf 1,3 Millionen Stück gehoben,die Zahl der Pferde ist mit 1^/s Millionen Stück ungefähr gleichgeblieben.

Im schärfsten Gegensatz zu dieser Stabilität der landwirtschaftlichen Produktionstehen die Fortschritte auf dem Gebiete des Bergbaues und der Industrie. DieZunahme in der Gewinnung der wichtigsten Mineralien kommt in folgenden Zahlenzum Ausdruck:

Produktion von

1886

1892

1901

Gold !kx)......... .

465

700

2 475

9 774

20 727

27 392

12 937

18 868

70050

1374 209

3 17ö 670

8 945 939

Petroleum 1000 Liter)......

7 23»

12150

177 477

Der Fortschritt der Produktion erscheint enorm. Die Produktionssteigerunggegenüber den sehr kleinen Ziffern des Jahres 1886 darf jedoch nicht zu einer Über-schätzung des absoluten Umfangs, den der japanische Bergbau erreicht hat, verleiten.Auch nach den Ziffern des Jahres 1901 lieferte die japanische Eisengewinnung nuretwa den IlOten Teil der deutschen Eisenproduktion, die 1901 7.8 Millionen Tonnen,1903 sogar mehr als 10 Millionen Tonnen ergab. Die japanische Kohlengewinnungergab 1901 nur etwa den 17ten Teil der gleichzeitig in Deutschland geförderten Menge.Um für die Beurteilung des Tempos der japanischen Entwicklung einen Maßstab zugeben, sei daran erinnert, daß die deutsche Eisenproduktion noch im Durchschnitt derJahre 1861/65 nur 798 000 Tonnen betragen und sich seither auf das 12 fache ge-hoben hat

Unter den eigentlichen Industrien Japans fällt auf die starke Zunahme derFabrikation von Zündhölzern, deren Wert sich von 1,8 Millionen Jen im Jahre1889 auf 9,3 Millionen Um im Jahre 1901 gehoben hat; ferner die Papierfabrikation,deren Erzeugnisse im Jahre 1887 auf ungefähr 5 Millionen Jen, 1901 dagegen aufnahezu 20 Millionen Den bewertet wurden. Die glänzendste Entwicklung jedoch hatdie Textilindustrie, vor allem die Baumwollspinnerei, erfahren. Im Jahre 1888bestanden in Japan erst 24 Spinnereien mit 113 856 Spindeln und einem jährlichenBaumwollverbrauch von 7780 Tonnen, im Jahre 1901 waren 81 Spinnereien vor-handen mit einer Spindelzahl von 1 181 762 und einem Baumwollverbranch von145 000 Tonnen. Der Wert der in Japan hergestellten Gewebe wird für 1886 auf17,8 Millionen Yen, für 1901 auf 153.6 Millionen Jen angegeben. Diese allerdingserstaunliche Entwicklung kommt im Außenhandel Japans in folgendem Umschwungzum Ausdruck:

(in 1000 Yen)

Einfuhr von Rohbaumwolle- - BaumwollgarnAusfuhr von Baumwollgarn

1883165213 612

190278 780174819 902