einer Entschädigung der Schiffsgesellschaften durch das Reichgerechnet habe;
2. daß Erzberger schon bei Ankauf der Aktien gewußthabe, daß die Schiffe zurückgegeben oder wenn dies nicht ge-schehe, die Schiffsgesellschaften entschädigt werden und daßer diese seine Kenntnis aus besonderen der Allgemeinheitnicht zugänglichen amtlichen Nachrichten und Unterlagen ge-schöpft habe;
3. daß er diese amtlichen Kenntnisse rechtswidrig in sei-nem Privatinteresse verwertet habe, um einen Geldgewinnzu erzielen.
Keine dieser Voraussetzungen ist vorhanden.
Zu 1.: Der Kurs der Hapagaktien entsprach ihrem in-neren Wert zur Zeit des Ankaufs. Bestimmend für diesenWert war die Beurteilung der damaligen wirtschaftlichenund politischen Lage Deutschlands , die sich in einem allge-meinen Mißtrauen in die Fähigkeit Deutschlands , seinedurch die Niederlage und Revolution erschütterte Zahlungs-fähigkeit in absehbarer Zeit wieder zu beleben, äußerte. Die-ses Mißtrauen hak vÄe überall auf dem Aktienmarkt, soauch auf dem Markt der Hapagaktien den Kurs gedrückt.Mit der Wiederbelebung des Vertrauens hat diese Depres-sion nachgelassen. Ein kurzer Blick auf die Börsennotie-rungen von der Zeit des Ankaufs der Aktien bis zur Zeitihrer Wiede.rveräußerung am 26. November 1919 und darü-ber hinaus zum 6. April 1920 beweist dies. Hienach habennotiert:
27.1.19.
28.3.19.
26.11.19.
31.12.19.
6.4.20.
Hmnb.-Am. Pciket-
fahrt-A.-G, . . 92,75
94,—
114-
124 —
227,60
Phönix .... 201,75
134,60
237,50
298,—
520 —
Julius Bergcr . . 22S,—
258,—
349,—
349,60
318,—
Gelsenkirch. Bergm, 148,50
165,63
271-
303,25
362,—