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Die folgenden, aus unseren Rechenschaftsberichten ent-nommenen Zahlen mögen Euerer Exzellenz die ermähntenVorgänge ins Gedächtnis zurückrufen. Danach betragen dieSummen der für notwendige Abschreibungen auf Maschinenund Geräte und für Gewinnausschüttungen zur Verfügungstehenden Beträge
im Jahre 1913 ^ 1 643 251.24im Jahre 1914 ^ 1 357 475.—im Jahre 1915 ^ 1 055 177.—im Jahre 1916 ^ 1 073 012.79im Jahre 1917 746 756.64.
Wir brauchen wohl Euerer Exzellenz gegenüber kaumzu erwähnen, daß diese Gewinne bei den für uns maßgeben-den besonderen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnis-sen für unsere Aktionäre einem Verlust nahezu gleichkom-men. Die Begründung hierfür ist kurz folgende:
Infolge der vor dem Krieg gezahlten verhältnismäßighohen Dividende sind die Aktien unserer Gesellschaft an derBerliner Börse bei jeder Emission zum Kurse von -><l 220.—eingeführt worden. Die hierdurch von uns erzielten Agio-gewinne sind lt. Gesetz an den Reservefond unserer Gesell-schaft geflossen, sodasz wir heute bei einem nominellen Kapi-tal von 4 Millionen Mark einen fast durchweg aus derartigenGewinnen erzielten Reservefond von rund 3 Millionen Markbesitzen, also die Verpflichtung haben, rund 7 Millionen Ka-pital zu verzinsen.
Die Folge hiervon war, daß die Aktionäre für den Er-werb der Aktien unserer Gesellschaft bekanntlich durchschnitt-lich ^« 280.— pro Hundert zu zahlen hakten. Eine Dividendevon 10 Prozent unseres nominellen Kapitals bedeutet somitfür unsere Aktionäre eine Verzinsung von 3—4 Proz. ihresuns anvertrauten Kapitals, sodaß, wenn es uns nicht gelingt,die von uns in den letzten Iahren gezahlten Dividenden zuerhöhen, eine Entwertung unserer Aktien an der Börse unddamit ein Verlust an Nationalvermögen zu befürchten steht.
Dazu kommt noch, daß wir bei unferer Dividenden-Politik, insbesondere für das Jahre 1917, damit gerechnet ha-ben, daß sowohl der hier vorliegende Bekrag als auch andereAnsprüche der gleichen Art, die zusammen einen Bekrag von