^ 7 -.
.fühlte der Brite. 'Seine Augen sind seit Jahrh'underten auf dieWeite gestellt. Er hat der Reihe nach den Spaniern und Portu-giesen, den Holländern, den Franzosen in den schwerstenWuchsen, die bisher die Weltgeschichte füllten, die Herrschaftüber die Meere und den ersten Platz in der überseeischen WeltAbgerungen. Es hat bis in unser Jahrhundert hinein seine,Weltherschaft befestigt und ausgedehnt, auf friedlichem Wege,wo es anging, mit Waffengewalt, wo man die Britenherrschaffnicht als Völkerfreiheit gutwillig aufnahm.
Der Brite sah unser wirtschaftliches Wachstum, sah ins-besondere unsere weltwirtschaftlichen Fortschritte, anfangs wohlmit einer gewissen Geringschätzung, zeitweise verbunden miteinem gönnerhaften Wohlwollen, später mit wachsender Unruhe«Er sah in unserer Entwickelung schließlich eine Gefahr fürseine schwer erkämpfte Weltstellung, eine Bedrohung, die aufunserer Seite jedenfalls der Absicht aller derer fernlag, derenArbeit wir unser Vorwärtskommen zu verdanken haben. Dennder deutsche Kaufmann und der deutsche Industrielle sind vonNatur aus friedlich. Sie sind es gewöhnt, sich mit anderenzu vertragen, schon deshalb, weil Machtmittel, wie sie der Britein seinem gewaltigen überseeischen Derritorialbesitz und in seinerallgegenwärtigen Flotte zur Verfügung hatte^.^em deutschen Kaufmann — trotz der von den Engläi^ern vielberufenen Ver-wehrung unserer -Flotte — nur in beschränktem Maßie oderüberhaupt nicht zur Verfügung standen.
Aber -mochte auch bei uns niemand an einen Anschlag gegendas britische Imperium denken, der Brite, seit. JaHrhunderten«gewohnt, seinem Handel mit dem Schwert Voranzugehjen, konnte!sich kaum vorstellen, daß dem deutschen Handel das SchwertNicht wenigstens folgen sollte. Das war der Alpdruck, derauf England lastete! Der wachsende Erfolg unserer friedlichenArbeit hat uns meh!r als alles andere bei den Engländern,deren ganze Geschichte Imperialismus vom reinstenWasser ist, in den Ruf gewalttätiger Imperialisten Mbracht!
Noch in seiner letzten Rede hat Balfour den Deutschen eine „Leidenschaft für allgemeine Expansion" zu-geschrieben und die „ausgespro chene Absicht, nicht nur.Deutschland zu einem großen Reiche zu machen,
sondern den Rest d er zivilisierten Welt zu seinenFüßen kriechen zu lassen!"
Das sind d-ie Worts dsZ MrtrÄ-eM derjenigen NaÄSH