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Juchhe nach Italia! : 1. im Mai; 2. im Juli / [Ludwig Bamberger]
Entstehung
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Kasten zurückzuschieben und dem Spaß in Frankfurt miteinigem Ernst von Pulver und Blei in der Brigittenauein Ende zu machen! Ja das Alles habt Ihr vergessenund noch viel mehr, wer könnte es aufzählen das Registergroß- und klcindeutscher Eidbrüche und zerbrochner Werk-zeuge? Und möget ihr immerhin vergessen, wenn ihrnur denken wollet, nur ein klein bischen armseligerLogik, nur den einfachen Satz der Criminalistik zur An-wendung bringen wollet: torit rnri xroäoot, d. h.

der ist der Thäter, welcher den Nutzen davon hat. Istes euch denn noch gar nicht eingefallen, warum dieHerren von Bayern, von Nassau, von Hannover, ja so-gar von Kurhesscn auf einmal so wüthig patriotisch ge-worden, warum auf einmal aus dem Munde dieserTheilungsseligen Selbstherrscherlein das große ganzeDeutschland so armsdick hervorquillt und warum sie bei-nah dem Gedanken nahe kommen, die schwarzrothgoldneFahne nicht mit dem Zuchthaus« zu bedrohen?

Merkst du denn gar nichts theurer Michel? Achdu merkst es wohl, aber du willst es nicht merken. Esist so selig, auf Anstiften einer hohen Obrigkeit zu brüllen!Das ist das ganze Geheimniß. Ist denn diesem Volkwirklich noch zu helfen! Einem Volk, das nicht in Hohn-gelächter ausbricht, wenn Habsburg von deutschen Vrü-dern spricht, einem Volk das nicht stutzig wird, wenn dieJesuiten von Nationalität predigen, einem Volk das nichtin Unwillen gcräth, wenn seine Winkeldespotcn das Baier-land in Gefahr erklären ? Seht ihr denn nicht, was inGefahr schwebt? Die östreichische Hausmacht schwebt in