Teil eines Werkes 
2 (1898) Beiträge zur Geschichte der deutschen Geldreform / von Karl Helfferich
Entstehung
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III. Das Verhältnis zwischen Gold und Silber in Paris .

Den Notierungen von Gold- und Silberbarren an der Pariser Börseliege» als Pari die Preise zu Grunde, welche man von der Münze beider Einlieferung von Gold oder Silber als Gegenwert gegen 1 Kilogrammfein erhielt. Das Pari war also der Ausmünzungswert abzüglich derPrägegebühren.

Die Ausmünzungsgebühr für Gold war durch das Gesetz desJahres XI auf 9 frcs. pro Kilogramm Münzgold (°°°/iooo fein)-^ 10 frcs,pro Kilogramm Feingold festgesetzt. Ans dem Kilogramm Münzgold wnr-den nach demselben Gesetz 3.100 frcs. geprägt, also aus dem KilogrammFeingold 3.444,44 frcs. Der Münzpreis des Kilogramm Feingold, welcherden Gold-Notierungen als Pari zu Grunde lag, war also 3.434,44 frcs.Der Kurs wurde notiert in Promillenpi-ims" oderpsi-ts" aufdieses Pari.

Im Jahre 1835 wurde die Münzgebühr auf 6 frcs. pro KilogrammMünzgold herabgesetzt, aber die Börse behielt den alten Münzpreis (denaneisn tarik) bis zum Jahre 1850 als Grundlage ihrer Notierungen bei;erst von 1851 ab wurde ein dem geänderten Münzpreis entsprechendesPari von 3.437,77 frcs. angenommen. Als im Jahre 1854 die Präge-gebnhr auf 6,70 frcs. pro Kilogramm Münzgold erhöht wurde, wurdeder sich daraus ergebende Münzpreis von 3.437 frcs. pro Kilogramm feinvon der Börse als Pari adoptiert.

Die Münzgebühr für Silber war anfangs 3 frcs. pro KilogrammMünzsilber (2°°/l<,vo fein) ^ 3^,'g frcs. pro Kilogramm Feinsilber. Ausdem Kilogramm Münzsilber wurden 200 frcs. geprägt, alfo aus demKilogramm Feinsilber 222,22 frcs. Danach war der Münzpreis desfeinen Kilogrammes Silber ^- 222,22 3,33 218,89 frcs. DieserPreis galt als Pari für die Börsen-Notierungen, und er wurde als Paribeibehalten, auch als im Jahre 1835 die Prägegebühr auf 2 frcs. und1850 auf 1,50 frcs. herabgesetzt wurde.

Die folgende Tabelle stützt sich auf Anhang VII desRaxpoi-t

ininistrs äss kvanoss", erstattet von der^äministration äs«monnaiss et m6äaill<zs". (Ausgearbeitet von A. de Foville.) Paris 1896.