II. Silbermünzen.
Die Zurückziehungen von Silbermünzen waren überaus spärlich.
Fast die gesamte Einziehung von Kurantmünzen kommt, soweit essich nicht um Münzen alter Systeme handelt, auf Preußen . Kurant-münzen der Thalerwährnng wurden außer von Preußen nur noch vonHannover, Knrhessen uud Mecklenburg-Schwerin zurückgezogen, im ganzenjedoch nur etwa 217.000 Thlr., während sich die preußischen Einziehungenauf ungefähr 48 Millionen Thaler beliefen.
Von den Staaten der Guldenwährung wurden nur in Frankfurt a. M.Kurantmünzen des Guldensußes zurückgezogen, und zwar in einem ganzgeringfügigen Betrage. Um so erheblicher waren die Einziehungen vonMünzen alter Systeme, welche seitens dieser Staaten vorgenommen wur-den, namentlich die Einziehung von Kronenthalern, welche sich auf 43VsMillionen Mark belies.
Die Zurückziehung von Scheidemünzen war gleichfalls nicht erheblich.Sie erreichte in den Staaten der Thalerwährung — immer abgesehenvon den Münzen alter Systeme ^ nicht ganz 1 Million Thaler . ImSüden, wo gemäß eines besonderen Abkommens von 1858 größere Ein-ziehungen stattfinden mußten, überschritteu sie den Betrag von 2V2 MillionenGulden. Die Staaten der Guldenwährung nahmen sämtlich an diesenEinziehungen teil, während im Norden nur in Preußen, Hannover, Kur-hessen und Sachsen Scheidemünzeinziehungeu stattfände!?.
In Lübeck und Hamburg wurden überhaupt keine Münzen eingezogen.Bremen zog einen geringen Betrag seiner Silbermünzen zurück.
III. Kupfermünzen.Nur in Preußen, Hannover, Kurhessen , Sachsen, Brannschwcig undFrankfurt fanden Einziehungen statt,
IV. Münzen, deren Ausprägung nicht nachgewiesen ist.
Abgesehen von den in den Staaten der Guldenwähruug eingezogenenKronenthalern und Konventionsmünzen zu 24 und 12 Kreuzer, hinsicht-lich welcher kein Unterschied zwischen deutscher, österreichischer uud bra-bantischer Prägung gemacht ist, kommt ein weiterer erheblicher Teil dieserEinziehungen aus Süddeutschland, im ganzen etwa 3 Millionen Thaler der unter 3. aufgeführten alten Silbermünzen.
Der größte Teil dieser Silbermünzen, etwa 11.233.000 Thlr., be-stand indessen aus sächsischen Münzen des Konventionsfußes.
Die Goldmünzen waren sächsische Dukaten und badische 500-Kreuzerstücke.