Teil eines Werkes 
2 (1898) Beiträge zur Geschichte der deutschen Geldreform / von Karl Helfferich
Entstehung
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IV Die Goldankäufe der preußischen Bank und der Neichsvank

bis 1379.

a. Die Goldankäufe der Preußischen Bank im Jahre 1875.

Zeit

In Münz-sorten

In Barren

Zusammen

^!

Durchschnitt!.Kurs derWechsel aufLondon inBerlin

18. Septbr. bis 31. Oktbr.

34933.16216.563.1875.919.373

8.033.7293.017.269510.518

43016.89119.5804566.429.891

(im Okt.) 20,3020,31520,335

zusammen

Vor Beginn der Goldankäufeim Sinne des Bankgesetzeswar angekauft ....

57.415.72211.143.000

11.611.51615.366

69.027.23311.158.366

(im Durch-schnitt des

letztenQuartals)

20,317

Im ganzen Jahr 1875

W.558.722

11.li26.882

80.185.tM

1 Ausschließlich der eingezogenen Landesgoldmünzen, aber einschließlich der aufdie französische Kontribution eingezahlten fremden Goldmünzen im Werte, von etwa220 Millionen Mark.

^ Von Ende 1876 ab vermittelte die Reichsbank die Goldankäufe des Reichs;siehe oben S. 239.

2 Alle Goldankäufe fanden in London statt.

4 1392 Mark pro Pfund fein nach Abzug der Spesen.

5 Der Beschaffungswert des Pfundes fein in deutschem Geld läßt sich, da dieAnschaffung in englischer Valuta erfolgte und das englische Geld seinerseits nichtmit deutschem Gelde gekauft war, sondern den Erlös aus den Silberverkäufen dar-stellte, nicht in ähnlicher Weise feststellen, wie in Tabelle II. Die niedrigen Kurse,zu welchen das Pfund Sterling für die Reichsregierung auskam, zeigen in Verbindungmit den gleichzeitigen höheren Kursen des Wechsels auk London auf der BerlinerBörse , daß die Beschaffung von Gold gegenüber der Veräußerung von Wechseln aufLondon für die Reichskasse einen Verlust bedeutete. Dieser Verlust läßt sich jedochnicht isoliert von den Verlusten bei den Silberverkäufen darstellen. Die Verluste ausden in London bewirkten Silberverkäufen, welche bei allen Berechnungen stets als dieDifferenz des Einlösungswertes der eingeschmolzenen Silbermünzen und dem schließ-lichen Ergebnis der Verkaufserlöse in deutschem Geld angenommen worden sind, ent-halten gleichzeitig die bei ungünstigen Wechselkursen auf England durch die Gold-beschaffung herbeigeführt»» Verluste.

« Dieser Posten bestand aus Goldmünzen, darunter waren für 510.094 F 18 sn.11 S. deutsche Reichsgoldmünzen. Alle übrigen Ankäufe bestanden aus Goldbarren.' Erstes Halbjahr 1879.« 1. Januar 1877 bis 30. Juni 1879.