- 9 -
zweite Schädigung hinzugetreten, daß gewisse, mit derdeutschen Landwirtschaft konkurrierende auswärtige Pro-ouküonsgebiete deshalb in den Stand gesetzt wären, preis-drückend auf den deutschen Markt zu wirken, weil ihrinneres Geldwesen geringerwertig sei als das deutsche.
Wenden wir uns zunächst zu der ersten der beiden W-ir-r- miede-Behauptuugen. Auch hier haben wir es wieder mit ver- "'"^".g"'"'schiedenen Fragen zu thun. Die erste geht dahin, ob einNiedergang der Preise, falls er sich als allgemeine undstetige Thatsache herausstellte, die Landwirtschaft wehrträfe, als jeden anderen Produktionszweig; sodann ob einNiedergang der Preise im allgemeinen auf einen Mangelan Umlaufsmitteln zurückzuführen; und endlich, ob in derThat die Behauptung richtig sei, daß ein allgemeinerRückgang der Preise aus solchen Ursachen hergeleitetwerden müsse, welche in einer Geldverteuerung bestehen.
Angenommen, es wäre durch allgemeine Geldverteuerung sm- Frag- desein Druck auf den Preis der Dinge ausgeübt, so ist damit durch
> ^ " r> ' > > Geldverteuerung:
schon von selbst gegeben, daß nicht blos die landwirt- °llg-mem-schaftlichen Produkte, soudern alles was zum Leben nötig wirtschaftliche.
- >- > v >- , ^> » «. keine blos land-
rst, m gleichem Maße getroffen wird. Die Veränderungen wirtschastlich-in den Preisen entstehen ihrer Natur nach aus der Ver- Fr»»--änoerung in den Herstellungskosten oder in Angebot undNachfrage. Soll aber eine Preisveränderuug aus einer so all-gemeinen Ursache hergeleitet werden, wie die wäre, welchein einer Veränderung des Geldwertes besteht, so liegt esauf der Hand, daß nicht einzelne Produknonszweige davonbetroffen werden. Für den aber, welcher kauft und ver-kauft, ist es gleichgültig, ob die Preise gleichmäßig höheroder niedriger stehen, denn jeder Nachteil und jeder Vor-teil gleicht sich vollkommen ebenmäßig für ihn ans. Daßim übrigen die Preise der landwirtschaftlichen Produkte inder Hauptsache von dem Ausfalle der jeweiligen Ernten ab-