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den Vorschlägen der Vermehrung öffentlicher Vorräte anSilber, welche von der Voraussetzung ausgehen müssen,daß man im täglichen Gebrauch nichts von ihm wissennull, mit anderen Worten, daß es kein brauchbares Geld ist.
Thatsächliche Belege für diese Bewandtnis der Dinge B°isp.-i für dasfehlen auch nicht. So hat namentlich in den Vereinigten ^°B°rsuch!-Staaten, wo die Silberleute durch ihren mächtigen Einfluß N°rd»m-r»-,.grade das System durchsetzen halfen, welches die Freundeder internationalen Doppelwährung für alle audern Ländervorschlagen, die Erfahrung gezeigt, daß die Gesetzgebungund die Regierungspraxis nicht die volle Konsequenz ausdem angenommenen System zu ziehen wagten. Zwarbeschloß u?an, jährlich große Silberankäufe zu machen, undweil sie nicht in den Umlauf zu bringen waren, an ihrerStelle papierne Zeichen ins Publikum zu verbreiten, welchletztere Maßregel auch gelungen ist. Aber obwohl dieselbenGesetze vorschrieben, daß dieses so angehäufte und inPapier hinausgestreute Silber grade so gesetzmäßiges, auf-zwingbares Geld sein solle wie Gold, hat man nie gewagt,dem Publikum zuzumuten, sich die Anwendung dieser Klauselgefallen zu lassen. Ja sogar man hat auf dem Wege derGesetzgebung und Verwaltung sich alle erdenkliche Mühegegeben, Beruhigung dafür zu schaffen, daß man nie darandenken werde, das hinterlegte Silber zur Zahlung widerWillen des Gläubigers zu verwerten. Man hat beispiels-weise, um die Geldeinlösung des Papiergeldes der Union,der sogenannten Greenbacks, über allen Zweifel zu erheben,bestimmt, daß immer ein Vorrat von 100 Mill. Dollarszu dieseni Zwecke ini Staatsschatz bereitgehalten werdenmüsse, und obwohl die Silberdollars ebenso berechtigtesZahlmittel sind, haben die Vereinigten Staaten es immervon sich gewiesen, daß sie je daran denken könnten, ihreSchulden anders als in Gold bezahlen zu wollen.
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