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bewegt haben. Natürlich lassen wir bei dieser ganzen Unter-suchung außer Betracht, inwiefern es ein Glück ist, daßOstindiens Zufuhr für die Ernährung Europas mitsorgt.Was wäre in dem Mißjahre !890, wo trotz der indischenZufuhren eine so krasse Teuerung des Brotes in Deutsch-land erlebt wurde, aus der Volksernährung geworden,wenn nicht die Zufuhr aus fremden Ländern zu Hilfe ge-kommen wäre? Und ist es nicht gerade der größte Ruhmder moderneu Verkehrswelt, daß Dauk diesen VerbinduugenHungersnöte, wie sie frühere Jahrhunderte auch in Europa kannten, jetzt ausgeschlossen sind?Ru«iosiglttt jcdc-. Bei allen Berechnungen übrigens, welche im bimetalli-Versuch-s, die stischeu Sinne angestellt werden, um zu beweisen, daß der^wdien"'w.rch Unterschied zwischen den minderwertigen Silberpreisen undEinführung d-r höherwertigen Goldpreisen die Ausfuhr aus Indien^"^Iwug^ nach Europa begünstige, und daß diese Wirkung aufgehobenwürde, wenn Europa auch ein minderwertiges Geld, alsoSilbergeld, wie Indien, einführte, lassen die Verteidiger dieserAnsicht außer Acht, daß sie dabei nur auf die eine Hälfteder Gründe, mit denen sie ihre Ansicht verteidigen, Bezugnehmen. Sie legen nämlich den größten Nachdruck darauf,daß die Einführung der Silbermünzen in Europa diePreise der Dinge und gerade des Getreides steigern werde.Damit heben sie aber gerade wieder auf, was sie erzieleuwollten. Wenn der indische Produzent oder Händler da-durch besseres Spiel hätte, daß ein großer Preisabstandzwischen seinen Produktions- oder Anschaffungskosten ihmdie Konkurrenz auf dem europäischen Markt erleichterte, sowird zwar nach jener Behauptung der Herstellungs- oderAnschaffungspreis für ihn verteuert, wenn das Silbergeld,das er an Lohn oder Warenpreis dafür bezahlen muß, teurerwird: aber er erhält sofort eine Ausgleichung dafür, indemnach derselben Behauptung die Preise in Europa steigen müssen.