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die letzte Brüsseler Konferenz zu Stande kam. Als die Ver-einigten Staaten England den Vorschlag machten, diese Kon-ferenz zn beschicken, erklärte dessen Regierung, darauf nur ein-gehen zu können, wenn vom Bimetallismus überhauptdabei nicht die Rede sein dürfe. Nur wenn man sichdarauf beschränken wolle, die Möglichkeit größerer Ver-wendung von Silber zu prüfen, könne Großbritannien sich an den Beratungen beteiligen. Diesen Vorschlag nahmdie amerikanische Regierung an, und auf dieser Basis tratdie Konferenz zusammen, was aber nicht gehindert hat,daß trotzdem die echten Silberfreunde auch hier wieder mitihrer großen Lieblingsidee, der internationalen Doppel-währung, in den Vordergrund kamen. Und das ist be-greiflich. Denn diejenigen, welche davon träumen, deinSilber den Preis wieder zu verschaffen, den es vor zwanzigJahren hatte, würden die kleinen Hausmittelchen, mit denenihnen der bescheidenere Vorschlag zn Hilfe kommen will,wenig Befriedigung gewähren; und dazu kommt noch, daß,sobald man diesen Hausmittelchen näher tritt, sich zeigt,daß gar kein Platz für ihre Verwendung vorhanden ist.
D-r Vorschlag Worin bestehen denn diese Mittel? Auf der BrüsselerRothschild. Konferenz, welche doch die letzte Weisheit in diesen Dingen
S«n° H°l.l°sig- ^ Nus^bfl vor sich hatte, gelangte man schließlich dazu,von den unzähligen Ratschlägen gelehrter und ungelehrterSilberfreunde zivei allein als die nicht von vornhereinganz unannehmbar erscheinenden in nähere Erwägung zuziehen, den Vorschlag Rothschild nnd den Vorschlag MoritzLevy. Der Vorschlag Rothschild beruht auf einem ähnlichenGedanken wie die bestehende amerikanische Gesetzgebung,nämlich den Preis des Silbers dadurch zu heben, daßjährlich ein bestimmter Betrag desselben auf dem offenenMarkt angekauft wird. Der benannte englische Delegierteunterbreitete der Konferenz den Antrag, die versammelten