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vereinzelt waren, und daß die große Masse der Silber-freunde aus begreiflichen Gründen an dem alten Verhältnisfesthält, springt das Unhaltbare derartiger neuer Vor-schläge von selbst in die Augen, sobald man daran geht,sie näher begründen zu wollen. Warum 1: 20 oder 1:25oder irgend ein Verhältnis zwischen diesen Zahlen? Offen-bar doch nur, weil zu irgend einem Zeitpunkte die Markt-preise einem solchen Verhältnis entsprachen. Will man sichaber nach den Marktpreisen richten, so kann man ebennicht verkennen, daß sie ihrer Natur nach schwankend sindund daß, was heute wahr ist, morgen falsch sein wird.Entweder kann man durch Dekrete die Marktpreise zwiugen,und wenn dieser Unsinn Sinn wäre, so hätten die Ver-teidiger des 15Vs das bessere Recht; oder man kann esnicht, dann ist auch jeder andere Vorschlag hinfällig. Solleinmal das Absurde unternommen werden, so thut manbesser, mit der Vernunft gar nicht heranzutreten, und dieseErkenntnis haben auch diejenigen Mitglieder des aufgelöstenReichstags bewährt, welche unter Vortritt des AbgeordnetenAckermann noch kurz vor Thorschluß frisch, fromm, fröhlich,frei beantragten, daß Deutschland die Silber-prägung aufdem alten Fuß wieder einführen, ja sogar, ohne nur eininternationales Abkommen abzuwarten, allein mit dieserkühnen That vorgehen sollte. Schoner hätten die Herrengar nicht dokumentieren können, daß, wenn man doch einmalblind sein will, es ganz konsequent ist, auch nicht den kleinstenSchimmer in die beliebte Finsternis hereinfallen zu lassen.
Der bescheidenereVorschlag, welcherauf die internationale ^, ^Doppelwährung verzichtet und nur etwas mehr Raum für mitt-lm,g5°°r-das Walten des Silbers begehrt, ist eigentlich derjenige.»" ^nst-"welcher thatsächlich heutzutage noch allein im Vordergrunde V-nne,d.mg d°sder zwischen den Staaten gepflogenen Erörterungen steht. Er «"netallismusist auch derjenige, auf dessen Voraussetzung einzig und allein K°nseren,.
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