werden. Deutschland ist darin noch in der günstigsten Lage,denn sein Thalervorrat ist, wie oben geschildert, nicht sehrgroß. Anders steht die Sache in Frankreich . Der fran-zösische Delegierte, Herr Tirard, erklärte dem ProjekteMoritz Levy gegenüber, daß, wie man es auch ansehe,seine Regierung unmöglich in den Fall kommen könnte, seies zur Durchführung dieses Projekts, sei es dem Gedankendes Projektes Rothschild folgend, noch neues Silber zudem hinzuzukaufen, welches bereits in den Kellern ihrerBank liege. In der That, wenn man weiß, daß jahraus,jahrein über 1 WO Millionen Francs in Fünffranken-Stücken in der französischen Bank liegen, die man vergeb-lich in den Verkehr zu bringen sich bemüht, so kann mandaraus schließen, daß auch bei Beseitigung der Zehnfranken-Stücke (Papiergeld in so kleinen Abschnitten hat Frank-reich gar nicht) schwerlich diese 1 200 Millionen zu einemnamhaften Teil als Ersatz eintreten würden. Noch vielstärker sind die aufgespeicherten Silbervorräte in Belgien ,Holland und der Schweiz im Verhältnis zum Golde; alsoauch hier keine Aussicht auf neue Silberankäufe, selbst fürden Fall der Verwirklichung des Vorschlages Levy. Ob-wohl der Gedanke desselben von der Mehrheit der Kom-mission sanktioniert wurde, ist man bekanntlich doch nichtdazu gelangt, ihm praktisch näher zu treten.
Doch eins muß hier noch zugefügt werden. Wie mehr Grundfehler -u-^oder minder bei allen diesen Vorschlägen, die nur von u-ser und »h,.-
> ^ r> ? licher Vorschlägt
dem Gesichtspunkte ausgehen, nicht dem Zweck des Geldes die Verquickung!als solchem, sondern dem Zweck der Erhöhung eines be-stimmten Warenpreises zu dienen, liegt hier eine Ver-„>-N-°enW-ck-njsündigung gegen die ganze Natur der Sache vor. Eskann nicht genug betont werden, daß es an und für sichgrundfalsch ist, die Frage: welches ist das richtige Geld?zu verquicken mit der Frage: wie diene ich einem Neben-