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Aehnliches, wenn auch nicht in so überraschendem Maße, istvon Australien zu sagen, und wenn auch nicht ohne gewisseBerechtigung darauf hingewiesen wird, daß der Verbrauchvon Gold zu Luxuszwecken ein wachsendes Kontingent in An-spruch nimmt, so ist auch nach den höchsten Schätzungen dieserVerbrauch lange nicht in dem Fortschreiten begriffen, wiees von der Produktion der Bergwerke hier gezeigt worden ist.Die Parteinahm- Um nichts zu vergessen, was mit einiger BerechnungM d.° G°ld- ^ Stimmungen unklarer Art in Umlauf gesetzt wird, sei
Währung angeblich " " > ^> > °? ^ >
ein Ausfluß der schließlich auch noch das Stichwort erwähnt, welches dieFreihand-lslehre, Anhänger des Schutzzolles damit gegen die deutsche Gold-währung anzulocken versucht, daß die Parteinahme für die-selbe als ein Ausfluß der Frcihandelslehre geschildert wird.Ohne diese Theorie im Geringsten zu verleugnen, kanu maudoch ruhig behaupten, daß die eine Sache mit der anderengar nichts gemein hat, und es genügt darauf Hinzumeisen,daß auch diejenigen Kreise von Industrie und Handel inDeutschland , welche Anhänger der Schutzzölle sind, mitganz vereinzelten Ausnahmen eifrigst gegen Antastungunseres Geldwesens protestieren, und gerade hervorragendeVertreter des Schutzzolles gehören mit zu den besten Ver-teidigern der Goldwährung. Als solcher verdient vor allemder ehemalige preußische Finanzmiuister von Scholz er-wähnt zu werden, welcher gerade in der Durchführung desSchutzzollsystems der energischste Vertreter des FürstenBismarck war, aber gleichzeitig einer der kräftigsten undschneidigsten Gegner der Doppelwährungsleute. Ihm istes vielleicht zu verdanken, daß Fürst Bismarck nicht ineinem schwachen Momente sich von seinen agrarischen Freun-den für die Doppelwährung einsangen ließ, und unvergessenist gewiß allen Beteiligten die herbe Lektion, welche einerder Hauptoertreter der Doppelwährung im Reichstag seinerZeit durch Herrn von Scholz erhielt. Ein anderer eifriger