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es von Wichtigkeit, daß man über die thatsächliche Be-wegung der Production von Gold und Silber genau unter-richtet bliebe, denn eben diese ist jedes Jahr eine andere,und mehr als eine Voraussage, welche von vornherein voniher Richtigkeit überzeugt zu sein schien, hat schon formelleDementis erfahren.
Sehen wir also zu, was uns die Statistik der Edelmetallelehrt, und worum wir sie noch etwa zu befragen hätten.
Diese Svczialstatistik hat sich lange Zeit verkörpert inder Person eines gelehrten Publizisten jenseits des Rheins.Der Tod hat vor einigen Monaten Adolf Soctbeer dieFeder aus der Hand genommen, und es scheint nicht, daßer in Deutschland einen Nachfolger gefunden hat, so wenigals in Frankreich . Glücklicherweise bleibt uus die Münz-direktion der Vereinigten Staaten , welche schon seit einerbestimmten Reihe von Jahren sich darauf vorbereitete, dieFortsetzung der Arbeit von Dr. Soetbeer in die Handzu nehmen. Der gegenwärtige Direktor, E. O. Leech,hat den Jnformations- und Nachrichtendienst, welchen seineVorgänger eingerichtet hatten, noch weiter beschleunigt undvervollkommnet, und wir müssen ihm alle Dank wissen fürdie Schnelligkeit, womit er die Berichte, welche die ver-schiedenen Staaten ihm zur Verfügung stellen, einheitlichzusammenfaßt, um sie den Interessenten zugänglich zumachen. Soetbeer wird unser Führer bleiben, wenn essich um die Vergangenheit handelt; für die Gegenwart undZukunft werden wir uns nach Washington wenden.
Die Geschichte der Edelmetalle bis zu dem Punkte,wohin sie jetzt gelangt ist, teilt sich auf ziemlich natürlicheWeise in vier im übrigen sehr ungleiche Perioden. Dieerste Periode endigt mit dem Mittelalter" sie interessierthöchstens die Fachgelehrten. Die zweite Periode beginntmit der Entdeckung Amerikas und hört auf in dem Augen-
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