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Die Stichworte der Silberleute / Ludwig Bamberger
Entstehung
Seite
121
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Francs übertrifft. Es ist wahrscheinlich, daß in den Silber-minen wie anderwärts die Steigerung der Löhne mehrals ausgeglichen wird durch die Vervollkommnung derMaschinen und der technischen Verfahrungsweisen. DieHerstellungskosten gehen unter Mitwirkung des Nieder-ganges des Zinsfußes allmählich zurück, und sogarbei einem Preise von 150, 140, 130 Francs dasKilogramm fein kommt eine einigermaßen reichhaltigeMine doch immer noch auf ihre Kosten. WelchesKunststück wäre es also unter diesen Uniständen, ein Metallauf den Paristand zurückzuführen, das immer weniger ver-langt und immer mehr angeboten wird!

Wir wissen wohl, daß man sich die Frage vorgelegthat, ob es kein Mittel gäbe, die Produktion, sei es zwangs-weise oder freiwillig, einzuschränken. Die heikle Frage derExpropriation oder der staatlichen Bevormundung des Be-triebs der Silberminen ist in Brüssel aufgeworfen worden.Als Amerika Europa ersuchte, ihm mehr Barren abzukaufen,antwortete letzteres, Amerika solle nicht so viele auf einmalaus seinen Bergen Heranskommen lassen. Aber in diesemPunkte stießen sich die Apostel des Monopols^ an einerformalen Schranke, die dasselbe für sie uuannehmbar machte.Die Vereinigten Staaten sagen:Unsere Verfassung gewähr-leistet den Minengesellschaften jede Bewegungsfreiheit."Mexiko sagte!Weit entfernt von dem Gedanken, derAusbeutung Hindernisse in den Weg zu legen, ermutigenwir sie nach besten Kräften, und wir haben sogar in dieserRücksicht Nachlaß an Steuern zugestanden, welchen wir nichtzurücknehmen werden."

Es bliebe also nur der Vorschlag einer freiwilligengleichzeitigen Verlangsamuug der Arbeit an allen silber-erzeugenden Hauptpunkten. In der Zeit der Syndikate,in der wir leben, wäre das keine Neuerung, die ohne