Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
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Roms Kriege bis zum Jahre 9J..v. Chr.

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ten. Diese Staaten schlossen mit Rom, wie Th. Mommsen (röm.Geschichte Bd. I S. 624) es ausdrückt, den ehrbaren Vertrag,die übrigen Hellenen auf gemeinschaftliche Rechnung an Landund Leuten zu plündern, sodaß das Land den Griechen, die Leuteund die fahrende Habe den Römern gehören sollten." Die Grie-chen schlossen, nachdem der Krieg sich 10 Jahre mit keinem an-deren Ergebnis hingezogen hatte, als dem, daß Griechenlands letzte Kräfte sich zerfleischten,und der Wohlstand des Landeszugrunde ging (Mommsen), unabhängig von Rom einen Ver-ständigungsfrieden, zu welchm Rom gute Miene machen mußte,welcher aber später unheilvolle Früchte trug.

Der von 200 bis 197 stattfindende zweite macedonische Kriegwurde von Rom in Erfüllung der Schutzbitten griechischer Staa-ten, insbesondere der Städte Rhodos und Athen , gegen Philipposunternommen. Nach zweijährigen Kämpfen mit wechselnden Er-folgen gewann der Konsul T. Quincius Flaminius gegen Philippdie entscheidende Schlacht bei Kynoskephalae in Thessalien. InFriedensschluß mußte Philipp den Verzicht auf die Hegemonieüber Griechenland sowie den Verzicht auf überhaupt alle Besit-zungen außerhalb des eigentlichen Macedoniens erklären. Außer-dem wurde ihm die Zahlung von 1000 Talenten innerhalb 10 Jah-ren und das Verbot auf erlegt, nicht mehr als 5000 Soldaten undnicht mehr als 5 Kriegsschiffe zu halten. Auch mußte er sichverpflichten, ohne römische Erlaubnis keinen Krieg zu führen.Bei den isthmischen Spielen 196 ließ Flaminius den Senatsbe-schluß verkünden, der die bisher Philipp untertänigen griechi-schen Staaten für frei erklärte. Die meisten derselben traten demAchäischen Bund bei.

Im Jahre 179 kam König Perseus auf den macedonischenThron. Seinem Versuch, Macedoniens Hegemonie über Griechen-land herzustellen, wurde auf Veranlassung des Königs Eumenes von Pergamon der Einmarsch der Römer in Thessalien entgegen-gesetzt, mit welchem der dritte macedonische Krieg begann.Nach anfänglich erfolgloser Kriegführung gewannen die Römerden Sieg durch die unter Führung des L. Aemilius Paullus (Sohndes bei Cannae gefallenen Konsuls) im Jahre 168 geschlagene