Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
Seite
183
Einzelbild herunterladen
 

Sulla

183

Kapitel II.

Sulla.

i.

ulla begab sich im Anfang des Jahres 87 nach Grie-chenland , nachdem das Konsulat an den entschiedenzur Senatspartei gehörenden Cn. Octavius und anL. Cornelius Cinna , der für einen gemäßigten Volks-parteiler galt, übergegangen war. Sulla widmete sich ausschließ-lich der Kriegsführung gegen Mithridates, bis dieser um Friedenbat. Der Friede wurde im Jahre 84 in Dardanos (am SüduferderDardanellen gelegen) abgeschlossen. Im Jahre 83 kehrteSulla nach Italien, im Jahre 82 nach Rom zurück. *

In Rom hatte der Konsul des Jahres 87, Cinna , den flüch-tigen Marius aus Afrika zurückgerufen, sich des Heeres be-mächtigt und eine revolutionäre Schreckensherrschaft gegen denSenat entwickelt, welche bis zum Jahre 84 dauerte, als Cinna ,im Begriff, mit der Flotte gegen Sulla zu ziehen, in Ancona vonseinen meuternden Soldaten getötet wurde. Marius war kurznach Übernahme seines 7. Konsulates, am 13. Januar 86 gestor-ben. Sein Nachfolger wurde für das Jahr 86 L. Valerius Flac-cus. Für 85 und 84 gesellte sich Cinna den Cn. Papirius Carboals Konsulatskollegen. Nach seinem Tode wurde für das Jahr 83ein unbedeutender Senatsgegner: C. Norbanus, und ein nochunbedeutenderer Senatsanhänger: L. Scipio , ein Urenkel des Sie-gers über Antiochos (189), gewählt. Diese waren die Konsuln(Mommsen:die zwei Inkapazitäten), welche dem Senat zurSeite standen, als Sulla heimkehrte.

Sulla , welcher dem Senat die Beendigung des Mithridati-schen «Krieges gemeldet und seine Rückkehr nach Italien ange-kündigt hatte, zugleich aber ein Heer versammelte, wurde vondem Senat schroff zurückgewiesen. Vorschläge, welche er füreinen modus vivendi machte, wurden abgelehnt, ohne daß auchnur seine Boten nach Rom kommen konnten. Der Senat befahl