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Entscheidungsschlacht. Caesar errang nach hartem Ringen denSieg. Es fielen auf seiner Seite 1000 Mann, auf der Gegenseite33 ooo, darunter auch die Generäle Attius Varus und Lalienus.Gnaeus Pompejus floh, wurde aber ereilt und getötet. Caesar soll gesagt haben, daß er in seinen übrigen Schlachten um denSieg, bei Munda aber um seine Existenz gekämpft habe. In derersten Hälfte des Septembers kehrte er nach Rom zurück.
VI.
In der vorstehenden Darlegung ist die Zeit von der LandungCaesars in Alexandria , Oktober 48, bis zu seiner Landung inNumidien , Dezember 47 übersprungen worden. Dies ist deswe-gen geschehen, weil die mitgeteilten Ereignisse in Afrika undSpanien sachlich die unmittelbar anschließende Fortsetzung descaesarisch-pompejanischen Bürgerkrieges sind, welcher auchschon zu Lebzeiten des Pompejus ’ aufgehört hatte, ein bloß per-sönlicher Kampf zwischen Caesar und Pompejus um die höchsteGewalt zu sein, und vielmehr der Kampf zwischen der Monar-chie und der Republik war, und dessen Wurzeln auf Sulla zu-rückführten. — Diesem Krieg gegenüber waren die nunmehr inunserer Darstellung folgenden Kämpfe in Ägypten (..Alexandri-nischer Krieg“) und in Kleinasien (Pharnaces) Episoden außer-halb des Bürgerkrieges.
Caesar hatte in Alexandria , teils gezwungen, teils freiwillig,von Oktober 48 bis Ende Juni 47, verweilt. Der in Alexandria von der aufständischen Bevölkerung im Verein mit römischenTruppen eröffnete Kampf gegen die bestehende Ordnung nötigteCaesar, sich mit seiner kleinen Begleitschar zu sichern. Er tatdies durch Verschanzung in einem Teil des Königspalastes und indem benachbarten Theater. Fünf Monate währte diese Kampfes-lage. Nach äußerst schwierigen und gefährlichen Wechselfällen,in welchen seine Rettung namentlich dadurch gelang, daß er dieägyptische Flotte vor Alexandria in Brand stecken ließ, wurdeCaesar durch ein aus Asien herbeigekommenes Heer befreit, wel-ches die Ägypter am Nil besiegte. Caesar unterwarf Alexan-dria und das Land mittelst der vereinigten Heere am 27. März