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laß aller Mieten auf i Jahr, soweit sie nicht den Betrag von500 Drachmen überstiegen.
IX.
Die Rückkehr Caesars aus Numidien nach der Schlacht beiThapsus war die erste Gelegenheit und zugleich der äußersteHöhepunkt für die Kundmachung der vollendeten Alleinherr-schaft Caesars über Rom und die Staatenwelt des Mittelmeers.
Es war das erste Mal, daß Caesar überhaupt Früchte seinerSiege in Gestalt glänzender allgemeiner Kundgebungen des rö-mischen Volkes genoß.
Den Mittelpunkt dieser Kundgebungen bildete der vier-tägige Triumph, in welchem Caesar über die Länder Gallien undÄgypten , über die Könige Pharnaces und Juba triumphierte.
Hinsichtlich des Triumphes möge hier eine kurze Darle-gung allgemeinen Charakters über die (aus Etrurien stammende)Einrichtung der Triumphe in Rom Platz finden.
An dem von dem Senate zu dem Triumphe bestimmten Tagehielt der Imperator im Gefolge seines Heeres und von der gan-zen Stadt begleitet seinen feierlichen Einzug durch die portatriumphalis bis auf das Kapitol. Er selber saß auf einem ver-goldeten Wagen, oft von seinen Kindern umgeben. Seine son-stigen Verwandten und seine Klienten gingen neben seinemWagen in weißen Togen. Zu diesen Begleitern gehörte in demTriumphzug Caesars, 46, der 17-jährige Großneffe Octavius , derspätere Kaiser Augustus . Der Triumphator, im Gewände desJupiter, in der tunica palmata (reich mit Palmblüten gesticktesUnterkleid) und der toga picta (goldgesticktes Oberkleid), mitLorbeer bekränzt. Ein öffentlicher Sklave stand hinter ihm aufdem Wagen, eine goldene Krone über seinem Haupte haltend undihm zurufend, daß er sich nicht seines Glückes überhebe. Vordem eigentlichen Zuge wurde die Kriegsbeute auf Wagen vor-geführt, die Namen der besiegten Völker und die Abbildungender überwundenen Länder und Städte, darauf die hervorragen-den Gefangenen in Fesseln, umgeben von ihren Angehörigen;