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„zweites Triumvirat“ bekannt ist. Die Triumvirn ließen ihrenBund durch die Comitien (Volksversammlung) für 5 Jahre le-galisieren, mit dem Titel „Tresviri rei publicae constituendae“.Darnach begannen sie ihre Herrschaft mit Ächtungslisten(„Proskriptionslisten“). Es wurden 130 Senatoren und 2000Männer des Ritterstandes geächtet und größtenteils getötet,darunter Cicero (7. Dezember 43) und dessen Bruder Quintus.
Sodann vollzog sich im Triumvirat die Einleitung des letz-ten Ringens um das Erbe Caesars, welches sich in drei Vorgän-gen abwickelte: Gemeinsame Bekämpfung und Vernichtung derbeiden noch übrigen Caesar-Ver schwör er Brutus und Cassius(43—42), Ausschaltung des Lepidus (40), Schlußkampf zwischenOctavianus und Antonius (31—30).
Die von Brutus und Cassius in Macedonien und Syrien ge-sammelte bedeutende Kriegsmacht wurde 42 von Octavianus und Antonius bei Philippi (in Thracien), wo zwei Schlachten(mit einem Zwischenraum von 20 Tagen) geschlagen wurden,bekämpft und besiegt. Cassius und Brutus nahmen sich dasLeben, Cassius auf die falsche Nachricht von einer Niederlagedes Brutus, dieser als er in der zweiten Schlacht von Philippiwirklich geschlagen war.
Im Jahre 40 teilten die Triumvirn das Gebiet des Reichesderart unter sich, daß Lepidus Afrika erhielt, Octavianus denwestlichen Teil des übrigen Reiches (bis an eine nordsüdhchdurch Illyrien laufende Linie), Antonius den östlich dieser Linieliegende Teil.
V.
Lepidus, dessen Verhalten in mehrfacher Hinsicht von sei-nen Soldaten wie von seinen Triumviratgenossen lebhaft miß-billigt wurde, gab seine Provinz Afrika an Octavianus ab undzog sich auf die Würde eines Pontifex Maximus zurück.
Jetzt standen sich nur noch Octavianus und Antonius ge-genüber, nachdem sie seit Caesars Tode zuerst selbständig neben-einander (44), dann gegeneinander (44—43), endlich miteinander