Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
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Königszeit und Republik

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ihren alten Göttern kein Pestvertreiber vorhanden sei, und daßman deswegen einen neuen Gott suchen müsse. Als solchenfand man den großen Griechengott Apollon geeignet. Man hättediesem einen Tempel gebaut, wenn man dazu die Mittel gehabthätte. Später wurde das nachgeholt. Einstweilen aber weihteman ihm 451 einen im Marsfelde vorhandenen Hain. Erst imJahre 434 folgte der Bau eines Tempelchens in der Nähe diesesHaines. Im Jahre 429 wurde jener Tempel vergrößert

Aus den nächsten 40 Jahren ist nur die Nennung zweierTempel zu verzeichnen, der Mater Matuta (399) und der JunoRegina (391).

III.

Nach dem Abzug der Gallier ward von den Römern derPlan erwogen, dann aber gemäß dem Rat des M. Furius Camil-lus fallen gelassen, nach dem im Jahre 396 v. Vhr. durch Ca-millus eroberten Veji auszuwandern. Anstatt dessen wurdedann mit größter Energie und Eile zur Wiederherstellung deralten Stadt geschritten.

Livius (V. 55) berichtet hierüber:Ziegel wurden auf Ge-meindekosten beschafft. Jedermann durfte Steine und Holz ho-len, wo er wollte, gegen die Gewähr, daß die Häuser noch vorAblauf des Jahres fertig würden. Niemand dachte daran, Bau-fluchtlinien inne zu halten. Jeder baute, wo es ihm beliebte.Livius fügt hinzu:Dieses ist die Ursache, daß die alten Kloa-ken, welche ursprünglich nur unter öffentlichen Strassen undPlätzen liefen, jetzt an vielen Stellen unter Privathäusern hin-laufen, und daß Rom mehr das Bild einer okkupierten, als eineraufgeteilten Stadt bietet (forma urbis sit occupata magis, quamdivisae similis).

In der Literatur ist an die Notiz des Livius die Annahmegeknüpft und in weiter Verbreitung vertreten worden, daß dernach dem Wiederaufbau der Stadt tumultuarisch hergestellte bau-liche Zustand bis in die Zeit des Augustus in der Hauptsacheunverändert fortbestanden habe. Man hat die Ansicht vertreten,erst die Neronischen Feuersbrünste vom Jahre 64 n. Chr. hätten

Neoraario Geschichte der Stadt Rom

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