Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
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Panem et Circenses 311

hat unter Marc Aurel 135 betragen. Für das Jahr 354 n. Chr.verzeichnet der uns überlieferte Kalender 175 Spieltage (10 Gla-diatoren- Tage, 64 circensische, 101 theatralische), die teils zurFeier von Götterfesten, teils von Siegen und anderen Staatsereig-nissen angesetzt wurden. Die Zahl der Siegesspieltage (z. B. ludiAlamanici, ludi Gotici) vermehrte sich merklich in der Konstan-tinischen Zeit

Schon während der Republik sind die einzelnen Spielfesteimmer mehr verlängert worden, so die ursprünglich eintägigenludi plebei auf 14. Tage: 4.17. November, die ludi Cerialcs,ursprünglich 19. April, auf 12.19. April.

In älterer Zeit füllten die Aufführungen nur einen Teil desTages, später dauerten sie den ganzen Tag. Noch später wurdensie auch bis in die Nacht hinein bei künstlicher Beleuchtungfortgesetzt. Seit alters wurde das Forum den ganzen Tag be-leuchtet.

Mit den Spielen wurde oft eine Beschenkung oder Bewir-tung, auch Freistellung der Bäder nebst Austeilung von Oel zumSalben verbunden. Bei den Gladiatorenspielen wurde öfter zurMittagszeit eine Pause gemacht, in welcher die Zuschauer sichzur Mahlzeit begaben. Bewirtete der Geber des Schauspiels dieZuschauer, so geschah dies häufig im Theater, Amphitheateroder Circus selbst