Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
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Di|e Regierungstätigkeil der Kaiser 331

wurde die Zahl auf 33 vermeint. Die Legionen waren auf dieProvinzen verteilt, wo sie in festen Garnisonen lagen. Italien hatte keine Legionstruppen, bis Septimius Severus die zweiteParthische Legion in die unmittelbare Nähe Roms nach Albalegte, als Gegengewicht gegen die Praetorianer in Rom.

2. Auxilia (auxilium), in der deutschen Literatur meistAuxiliartruppen genannt. Diese Hauptabteilung umfaßte etwadie gleiche Gesamtzahl der Truppen wie die Legionen. Sicumfaßte Spezialtruppen verschiedener Art und die große Masseder Reiterkohorten, auch die Veteranen als kriegserfahrene Feld-gruppe.

3. Die in Rom stehenden Kohorten. Dies waren a) diecohortes praetoriae, die Gardetruppe zum Schutze des Kaisers,ursprünglich 9 Kohorten an der Zahl, später zeitweise 16, Fuß-truppen und Reiterei enthaltend, jede Kohorte aus 1000 Köpfenbestehend; b) cohortes urbanae, städtische Schutzmannschaft;c) cohortes vigilum (Feuerwehr).

4. Die Flotte.

5. Handwerkercorps und Artillerie.

6. Provinzial- und Munizipalmilizen.

Die beiden ersten Hauptabteilungen bildeten die aktive Hee-resmacht, jede Abteilung 15,000 Mann oder mehr umfassend.Die Legionen, als stehender Reichsschutz lokalisiert, waren aufdie besonderen Verhältnisse ihrer Provinz und die dieser zunächstliegenden ausländische Nachbarschaft eingestellt, die Auxilieuwerden als die im eigentlichen Sinne mobile Feldmacht organi-siert, schnell zum Eilmarsch in ein Kampfgebiet oder zum See-transport dorthin verfügbar, überall gleichmäßig verwertbar.

Von den Legionen waren im Jahre 23 n. Chr. 8 in Germa-nien, 4 in Syrien, 3 in Hispanien, je 2 in der Provinz Africa undin Ägypten, in Pannonien, Dalmatien, Moesien. Ein inschrift-lich erhaltenes Legionsverzeichns aus dem zweiten Jahrhundertführt 28 I.egionen in folgender geografischer Verteilung auf:Britannia 3, Germania 4, Panonia 4, Moesia 5, Dacia 1, Cappa-