Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
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Elftes Buch.

Rom und Hellas.

Kapitel 1.

Die Griechen im Mittelmeer .

i.

b es in grauester Vorzeit Gräco-Italiker gegeben hat,das heißt, ob die griechische und die italische Halb-insel von Völkerstämmen aus dem fernen Osten inder Weise in Besitz genommen wurde, daß ein gro-ßer (gräco-italisch genannter) Strom sich in zwei Arme teilte,von denen sich der eine nach Griechenland , der andere nachItalien ergoß, muß hier unerörtert bleiben. Wäre die Frage zubejahen, was früher allgemein geschah, jetzt aber überwiegendabgelehnt wird, so müßte festgestellt werden, daß auch in der äl-testen Geschichte Italiens Spuren jener Verbindung nicht be-wiesen werden können.

Der geografischen Bezeichnung Hellas entspricht daslateinische Wort Graecia , nach welchem das deutsche WortGriechenland , ebenso wie die entsprechenden französischen undenglischen Wörter gebildet sind. Der Begriff eines scharf um-rissenen Erdgebietes ist damit nicht gegeben. Nur oberfläch-lich und ungefähr kann man sagen, daß es sich um das Gebietder Balkan -Halbinsel südlich einer von dem Berg Olympos west-lich nach dem akrokeramischen Vorgebirge laufenden Liniehandelt, also um das Land südlich von Macedonien und Illyrien ;dazu der Schwarm von Inseln, welcher unter dem Namen derCykladen und Sporaden nebst den Jonischen Inseln und Euböa die Balkanhalbinsel umgibt.

Neomario, Geschichte der Stadt Rom II.

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