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Von Diocletian bis zum Jahr 395
Tor und durch die Regio Piscina publica in den Circus einge-führt ward. Nun blieb noch die Aufrichtung, an deren GelingenViele verzweifelten. Mächtige Holzgerüste wurden erbaut undBalken gestellt: es war wie ein Wald von Maschinen und ein denHimmel überziehendes Netz von Balken. Mit Hilfe von tausendHänden setzte sich endlich die gewaltige Masse in Bewegungund wurde auf der ihr bestimmten Stelle niedergelassen. + )
Constantius kehrte alsbald nach dem Orient zurück, woer am 3. November 361 einem Fieber erlag.
V.
Constantius hatte im Jahre 355 den im Jahre 331 geborenenEnkel des Constantius Chlorus namens Julianus (von den christ-lichen Schriftstellern nachmals Julianus Apostata gehießen) alsCaesar zur Regierung des Abendlandes berufen. Im Jahre 360als Constantius im fernen Osten kriegerisch in Anspruch genom-men war, riefen die Truppen des Julianus diesen in Lutetia (Pa-ris) , wo er residierte, zum Kaiser (Augustus) aus. Hieraufbrach Constantius sofort westwärts auf. Er wurde aber in Tar-sus (Cilicien, Kleinasien) vom Tode ereilt.
In Rom ist Julianus niemals gewesen. Aber er hat die ihmfeindlich gesinnte römische Bürgerschaft, als diese von einerschweren Teuerung heimgesucht wurde, mit Getreide versorgt.
Von des Julianus „Apostasia“ ist an anderer Stelle zu spre-chen. (S. unten S. 528).
Gestorben ist Julianus am 26. Juni 363 in Asien, an denFolgen einer leichten Verwundung durch einen in seine Seite ge-drungenen Wurfspieß.
Des Julianus Nachfolger, Valentinianus (I.), nahm seinenRegierungssitz in Mailand. Als Mitregenten ernannte er seinenBruder Valens. Um Rom hat er sich anscheinend garnicht ge-kümmert.