716 Vom Einbruch der Langobarden bis auf Karl d. Gr.
VII.
Der päpstliche Stuhl blieb nur 4 Tage lang unbesetzt.
Am 3. Dezember 741 wurde der Grieche Zacharias ordiniert.
Er war aus Calabrien gebürtig. Unter Gregor III. war eiKardinaldiaconus geworden.
Zacharias war ein sehr gelehrter Mann. Er war auch ent-schlossen, weise, beredt. Als er im Jahre 752 starb, hatte er einPontifikat hinter sich, welchem man Frieden, Glück und gewaltigeErfolge nachrühmte. Man hat Zacharias den glücklichsten derPäpste genannt.
Eine der ersten Regierungshandlungen des Papstes Zacha-rias war, daß er dem Nachfolger des Kaisers Leo, dessen Sohn,Constantinus V. genannt Koporonymos, durch eine Sonder-Ge-sandtschaft und ein Ergebenheitsschreiben begrüßte, worauf derKaiser mit einer wertvollen Schenkung antwortete, nämlich derbeiden lateinischen Städte Nympha (Ninfa) und Norma (Norba,Normia).
Der Langobardenkönig Liutprand rückte alsbald gegen Rom.Papst Zacharias aber zog ihm in Person entgegen.
Der Langobardenkönig, welcher zu Interamnium (dem heu-tigen Terni ) lagerte, empfing den Papst daselbst vor der Basi-lica S. Valentin.
Es wird berichtet:
„Die hinreißende Beredtsamkeit des Papstes gewann einenschnellen Sieg über den gläubigen König; dieser gab die StädteHorta, Ameria, Polimartium und Bleda, welche er dem griechi-schen Kaiser abgenommen hatte, mittels einer feierlichen Schen-kungsurkunde, dem Papst und dem heiligen Petrus .“
„Zacharias wußte von dem greisen Könige noch mehr zuerlangen, nämlich das Patrimonium der Sabina, welches bereitsdreißig Jahre lang im langobardischen Besitze war, das vonNarni, Osimo, Ancona, Numanna und Valle Magna bei Sutri ,Kirchengüter, die Liutprand erobert hatte. Der König besie-gelte seine Großmut durch die Zusage eines zwanzigjährigen