Von Papst Gregor II. bis Paul I. 715 bis 757 717
Friedens mit dem Ducat Rom. Er gab auf die Bitten des Papstsauch alle römischen und griechischen Gefangenen frei. So großwar die Nachgiebigkeit des Königs, und so groß das Genie derPriester Roms! Jeder Bissen, welchen Liutprand an der päpst-lichen Tafel verzehrte, kostete ein Stück Land. Der alte Königerhob sich vom Mahl und sagte mit artigem Lächeln: er erinneresich nicht, jemals so kostbar gespeist zu haben.“
Der Papst kehrte zurück, begleitet von Agiprand, dem Her-zog von Chiusi , und von einigen Gastalden, welche ihm hieraufdie vier Städte übergaben.
Zacharias zog in die Stadt ein unter dem Zujauchzen desVolks.
Im S. Peter sprach er zu den versammelten Römern. Amfolgenden Tage zogen diese in Prozessionen vom Pantheon(St. Maria ad Martyres) durch das Marsfeld in die Basilica desApostelfürsten, um Dankgebete für die großen Erfolge des Pap-stes darzubringen.
Dies war im Frühjahr 742.
Im folgenden Jahre (Frühling 743) wollte Liutprand Ra-venna und die anderen griechischen Besitzungen in jener Gegendin Aemilien und der Pentapolis angreifen und hatte auch schonCasena besetzt. Da man sich zu kriegerischem Widerstand zuschwach fühlte, so wandten sich der Exarch, Eutychius, und derErzbischof von Ravenna, Johannes, an den Papst, der auch als-bald eine Gesandtschaft, bestehend aus dem Vicedominus derrömischen Kirche, dem Bischöfe Benedictus und dem Primiceriusnotaricrum Ambrosius mit Geschenken an den Langobardenkönigschickte. Als diese keinen Erfolg hatte, überließ der Papst Romdem Schutze des Dux Stephanus und zog mit seiner Geistlichkeitüber Ravenna nach Ticinum, wo damals der LangobardenkönigHof hielt. Die von Ravenna vorausgeschickten Gesandten warn-ten den Papst von Imola aus vor Nachstellungen und sie selbstwurden auch nicht von dem erzürnten König vorgelassen. Aberder Papst Zacharias setzte dennoch seinen Weg fort; am 28. Juni743 kam er an den Po, wo er von vornehmen Langobarden im