718 Vom Einbruch der Langobarden bis auf Karl d. Gr.
Namen des Königs begrüßt wurde. Am folgenden Tage, bei demPetersfeste, hielt er auf Einladung des Königs eine feierlicheMesse, und nachdem er dann mit dem König gespeist, kehrtensie zusammen in die Stadt zurück. Am nächsten Tage wurde derPapst feierlich in den königlichen Palast geleitet, und hier er-mahnte er den König, die den Ravennaten weggenommenenStädte, insbesondere die Stadt Cesena zurückzugeben. Der Kö-nig versprach wohl, zwei Drittel derselben abzugeben und denRest zu behalten, bis seine Gesandten von Constantinopel zurück-kehrten. Er begleitete den Papst bis an den Po und gab ihmHerzoge und Gastalden mit, um die Übergabe der ausbedungenenStädte zu vollziehen. Der Papst kehrte nach Rom zurück und„feierte zum Danke von neuem mit seiner Gemeinde das Fest desApostelfürsten, an dessen Tage es ihm gelang, das Herz desKönigs zu rühren“.
VIII.
König Liutprand starb zu Beginn des Jahres 744.
Sein Neffe und Thronfolger Aldiprand oder Hildeprand,wurde nach 7 Monaten (744) von seinem Volk verjagt, an seinerStelle der Herzog Rachis zum König gemacht. An diesen schickteder Papst Zacharias sogleich einen Gesandten, welcher mit Rachiseinen neuen Frieden auf zwanzig Jahre schloß.
Im Jahre 749 machte König Rachis einen Angriff auf diePentapolis und auf Perugia . Als der Papst dies hörte, begab ersich mit dem Klerus und einer Anzahl vornehmer Römer zu demKönige. Er hielt ihm eine Ansprache, richtiger gesagt eine Pre-digt, welche den Langobardenkönig aufs tiefste erschütterte. DerKönig ließ von seinem Angriff ab und zog sich in ein Kloster zu-rück. Seine Gemahlin und seine Kinder begleiteten ihn.
Anstelle des Rachis wurde in Mailand Aistulf , der Bruderdes Rachis, zum Langobardenkönig gewählt. (749).
Aistulfs Regierungsantritt bedeutete einen vollständigenUmschwung der langobardischen Politik. Die EroberungspolitikLiutprands wurde mit erhöhtem Ungestüm wieder aufgenommen.