dahin abgeändert, daß dieser mit dem griechischen Heere eineUnternehmung in der Gegend bei Treviso oder Ravenna versu-chen sollte. Aber als diese Gesandten ankamen, waren Arichis(im August 787) und sein Sohn Romuald gestorben; man hattesich den Grimoald von Karl aus dessen Geiselschaft zurückerbe-ten; doch versprachen die Witwe des Arichis, Adelberga , und dievornehmsten Einwohner Benevents, der junge Herzog werde dieVersprechungen des Vaters erfüllen. Auch die Neapolitanerschlossen sich ganz diesem Plane an. Vergebens warnte derPapst den König Karl, Grimoald als Herzog nach Benevent zu schicken. Karl tat es dennoch, unter der Bedingung seineranerkannten Oberhoheit, so daß Grimoald mit des fränkischenKönigs Bildnis Münzen schlagen und einen Teil der Festungenseines Reiches schleifen mußte. Er blieb auch seinem Verspre-chen treu und vergebens war Adelgisus zuerst nach Calabriengekommen und hatte dann mit einem griechischen Heere von Si-cilien aus einen Angriff auf das Herzogtum Benevent unternom-men. Grimoald, in Verbindung mit dem Herzoge von Spoleto und einer kleinen fränkischen Schaar, schlug ihn völlig. NachTheophanes kam der Königssohn Adelgisus selbst herbei. Hier-mit wurde es in jenen Gegenden ruhiger und insbesondere dieCapuaner unterwarfen sich dem Papste. Die Feindseligkeit derFranken gegenüber dem Herzoge von Benevent im Jahre 793scheint auch keine weiteren Folgen gehabt zu haben.
VIII.
Im Monat Dezember 792 war in Rom eine große Über-schwemmung; das Wasser drang durch die Porta Flaminia in denCorso bis zu dem Bogen der Kirche von S. Marco, zerstörte denPorticus Palatinus, drang bis zum Pons Antoninus hin, zerstörtedie Mauern und strömte so in den Tiber zurück. Der Papst selbstschiffte in der Nacht umher und brachte den Bewohnern der ViaLata Nahrung.
Der Papst Hadrian starb den 25. Dezember 795. Karlfeierte den heiligen Bischof und seinen Freund durch eine Grab-schrift, welche er ihm in seinem eigenen Namen setzen ließ.
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