744 Vom Einbruch der Langobarden bis auf Karl d. Gr.
und selbst an eine Verbindung mit dem fränkischen Königshausedachte (den Herzog von Friaul hatte Karl schon 776 besiegt undals Rebellen bestraft), außerdem die Bilderstreitigkeiten zu Gun-sten der rechtmäßigen Lehre durch das siebente allgemeine Con-cil von Nicäa (787) beigelegt wurden und zwischen dem Archisund den Neapolitanern Feindseligkeit herrschte. Vergebenssuchte Arichis Karl noch in Rom durch Geschenke zu besänf-tigen. Der König zog vielmehr mit einem fränkischen Heere bisCapua, und erst hier wurde mit Arichis, der sich nach Salerno zu-rückgezogen hatte, ein Friede geschlossen. Arichis behielt seinHerzogthum, aber erkannte die gleiche Abhängigkeit von demfränkischen Könige, wie früher von den Langobarden an, zahlteeinen jährlichen Tribut und auf der Stelle eine bedeutendeSumme als Kriegskoslen, und sein Sohn Grimoald mußte demKönige als Geisel über die Alpen folgen. Zugleich mußte erCapua und einige andere Städte, wahrscheinlich Sora, Arce,Aquino, Arpino und Trano (die später in der Schenkung Ludwigserwähnten Städte) abtreten. Diese Orte verlieh Karl der rö-mischen Kirche und fügte diesen noch Städte in Tuscien, wiePopulonia , Rosellae, Soana, Toscanella, Viterbo, Balneum Regis(Bagnorea?) und noch andere.
VII.
Karl brachte das Osterfest (8. April) in Rom zu und zogsich dann über die Alpen zurück.
Die Unterwerfung des Arichis war nur scheinbar gewesen.Sobald Karl Capua verlassen hatte schickte Aiichis Gesandte anden griechischen Kaiser und suchte mit diesem ein enges Bündniszu schließen. Der beneventische Herzog bat, ihm die Ehre desPatriziates und das Herzogtum Neapel zu übergeben, ferner ihmseinen Verwandten, den Adelgisus, mit Truppen zu Hilfe zuschicken; dafür wolle er die Oberhoheit des Kaisers anerkennen,und in Kleidung und Tracht ganz der griechischen Sitte folgen.Der Kaiser sandte auch sogleich zwei Gesandte mit den Insigniendes Patriziates nach Sicilien; er erbat sich nur den Sohn desArichis als Geisel, und die Unterstützung durch Adelgis wurde