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erfolgreich bemüht war. Aber schließlich unterlag Otto einerEmpörung, mit welcher zu Anfang des Winters xoox der GrafGregor von Tusculum hinterlistig den Kaiser überraschte.
Es gelang Otto nur mit wenigen der Seinen durch HilfeGrimoalds von Baiern und Hugos Markgrafen von Toscana zuentfliehen; die übrigen wurden in der Stadt eingeschlossen. DerKaiser sammelte ein Heer gegen die Römer, indem er alle seineGetreuen aufforderte, die ihm angetane Schmach zu rächen.Die Römer ließen nun zwar die eingeschlossenen Leute desKaisers frei und baten um Frieden; aber der Kaiser traute ihnennicht. Er verheerte die Umgegend und setzte die Rüstungenfort. Auch der Papst war bei ihm, und der Erzbischof Heribertvon Köln führte ihm ein großes Heer zu. Dies war die letzteFreude des Kaisers. Denn schon fühlte er die Nähe seinesTodes; er starb den 23. oder 24. Januar 1002 zu Paternum beiCivitacastellana, sei es an einer natürlichen Krankheit, sei esan Gift, welches ihm die Witwe des Crescentius Stephania, bei-gebracht haben soll. Die Nachricht von seinem Tode wurdeeine Zeitlang verheimlicht, bis die zerstreuten Scharen derDeutschen gesammelt'waren. Dann führten die Getreuen unterfortwährenden Angriffen der Feinde den einbalsamierten Leich-nam bis Verona und von da nach Deutschland .
Wie zwischen dem Papste und den Römern eine Ver-söhnung stattgefunden habe, wissen wir nicht, sondern nur, daßGerbert den 12. Mai 1003 starb und im Lateran begraben ward.
Ihm folgte den 9. Juni 1003 Johann XVII., Sohn des Siccound der Columba, welcher von seinem Geburtsorte Repagnanoin dem Gebiete von Fermo jung nach Rom kam, dort von demKonsul Petronius aufgenommen ward und dann den geistlichenStudien und Pflichten so eifrig oblag, daß er einstimmig zumPapste erwählt wurde. Doch starb der Papst noch vor Endedes Jahres, und in den letzten Tagen des Dezember (den 26.)wurde Johann XVIII., Fasanus zubenannt, zum Papste geweiht,welcher bis zu Anfang August 1009 regierte, worauf dann Ser-gius IV. folgte, welcher vor dem 25. August 1009 den päpst-lichen Stuhl bestieg und diesen bis zum Mai 1012 inne hatte.