Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
Seite
933
Einzelbild herunterladen
 

Von 1099 bis 1143

933

Der Papst floh aus dem lateranischen Palast nach S. Grego-rio auf dem Coelius, in dessen Befestigungen das Septizoniumlag, und zu dem Kloster, wo er für die Nacht Schutz suchte.Am folgenden Tage ging er nach Alba. In Rom selbst wurdenun die Feste des Pier Leone bestürmt, und dieser ließ dem Papstsagen, er müsse sich ergeben, wenn der Papst nicht umkehreund ihm zu Hilfe komme.

Der Papst hatte ein kleines Heer bei sich, suchte sich abervor allem der Hilfe der Hauptleute aus der Umgegend zu ver-sichern und verlieh ihnen deswegen Güter und Besitzungen derKirche, so insbesondere dem Grafen Ptolemaeus von Tusculumdie Stadt Aricia. Mit dieser Truppe gelang es dem Papste, denPräfekten, welcher mit fünfzig Mann auf Kundschaft aus derStadt gezogen war, zu überfallen und ihn selbst gefangen zunehmen. Als Ptolemaeus, der Onkel des Präfekten, dies hörte,wurde er seinerseits dem Papste untreu und überfiel das päpst-liche Heer, welches sorglos bis in die Nähe von Tusculum gezo-gen war, befreite die Gefangenen und machte die päpstlichenTruppen zu Gefangenen.

Jetzt fielen alle, welche dem Papst treu geblieben, vonihm ab. Der Papst selbst suchte in Sessa Schutz. Im Herbstkam er dann wieder mit einem Heere in die Stadt zurück undnahm von dem lateranischen Palaste Besitz, und das römischeVolk unterwarf sich ihm wieder. Inzwischen war Kaiser Hein-rich wieder nach Italien gekommen (iii 6), blieb jedoch dasganze Jahr hindurch in Oberitalien .

Heinrich unterstützte den Präfekten und seine Partei, wel-che sich an ihn gewendet hatten.

Im Anfänge des folgenden Jahres rückte er gegen Rom ,angeblich, um die Ruhe in Rom herzustellen, in Wahrheit aber,um die Streitigkeiten mit den Waffen zu beendigen, und dieGefahr zu vermeiden, durch eine Kirchenversammlung fürschuldig erklärt zu werden.

Als der Papst von der Ankunft des Kaisers hörte, floh eraus der Stadt nach Benevent . Der. Kaiser, mit dem sich insbe-sondere der Abt Beraldus von Farfa, der Graf Ptolemaeus von