Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
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Von 1188 bis 1216

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Der am 19. Dezember 1187 zum Papst gewählte Bischofvon Palestrina, der aus Rom stammende Paolino Scolari, welcherals Clemens III. den päpstlichen Stuhl bestieg (11871191), er-reichte endlich, daß er Frieden mit der Stadt Rom , mit demKapitol, wie man sagte, schloß und nach Rom als der päpst-lichen Residenz zurückkehrte.

Am 31. Mai 1188 wurde eine förmliche Friedensurkundeaufgesetzt und von dem römischen Senat beschworen.

Kapitel UI.

Von 1188 bis 1216.

i.

ie Urkunde vom 31. Mai 1188, der sich auch dieCapitanei, das heißt die Häupter des Geschlech-teradels, in aller Form anschlossen, und welcherandere Nebenverträge hinzugefügt wurden, bedeu-tete die Befestigung der Verfassung von 1144. Sie blieb die maß-gebende Grundlage der Stadtverfassung bis zum Jahre 1198, alsan die Stelle der 5 6 Senatoren ein einziger Senator, genanntSummus Senator oder einfachder Senator, trat.

Die Urkunde von 1188 bestimmte: Die Römer geben demPapste die Herrschaft über die Stadt, übertragen die Einsetzungdes Senates und die Münze, ferner alle Regalien. Die Römerbehalten den Ponte Lucano, d. h. das Besetzungsrecht im Ka-stell des den Anio unweit Tivoli überbrückenden Ponte Lucano.Die umliegenden Barone und Äbte bleiben in den Verhältnissen,welche durch die bisherigen Verträge bestimmt sind, unbescha-det der Oberhoheit der römischen Kirche, der sie Huldigungleisten müssen. Die Senatoren schwören jährlich dem PapsteTreue und Gehorsam. Ebenso verteidigen die Römer alle An-sprüche und Rechte der römischen Kirche gegen die benach-barten Barone und Orte, und leisten dem Papste Zuzug zurVerteidigung der Besitzungen der römischen Kirche.