Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Die Stadt Rom 1099 bis 1241

mals Parentius. Die städtische Obrigkeit und das Volk, welchedem Papste gegenüber sich enge an die weltliche Macht an-schlossen, unterwarfen sich wieder der Kirche, und luden Fried-rich ein, nach Rom zu kommen. Dieser erschien bald daraufin Rom und wurde am 22. November 1220 samt seiner Ge-mahlin Constanza in St. Peter unter großem Jubel des Volkeszum Kaiser gekrönt.

Bei dem Gleichgewichte, welches jetzt zwischen Papst undKaiser bestand, konnte keine von diesen beiden Gewalten irgendeinen entscheidenden Einfluß auf Rom selbst ausüben, undRoms Geschichte war jetzt, mehrere Jahre hindurch nur durchdie Feindschaft bezeichnet, welche damals alle italienischenStädte untereinander entzweite. Für die Geschichte der StadtRom kommen hierbei besonders die Kriege mit der Stadt Vi-terbo in Betracht, welche sich seit 1220 Jahrzehnte lang immerwieder erneuten.

Auf diese Kämpfe einzugehen, liegt außerhalb der Aufgabeeiner Darstellung der römischen Stadtgeschichte.

Papst Honorius III. starb am 18. März 1227 im Lateran ,'nachdem er vorher (1225) durch Parteikämpfe in der Stadtgenötigt gewesen war, in Tivoli Sicherheit zu suchen. Im Jahre1227 war es dem Papste noch gelungen, seine Stellung dadurchzu stützen, daß er den tapferen Exkönig Johannes von Jeru-salem zu seinem Statthalter über das Gebiet der Kirche vonViterbo bis Rom machte.

IV.

Schon am Tage nach dem Tode des Papstes Honorius III. wählten die Kardinäle in der Kirche S. Gregorio in Monte Celio den Bischof von Ostia, Ugolino aus dem Geschlechte der Contivon Anagni , zum Papste, welcher dann noch an demselben Tageim Lateran inthronisiert wurde. Seine feierliche Krönung fandaber erst am zweiten Ostertag, 12. April 1228, statt.

Der neue Papst, Gregor IX. , (12271241) war ein NeffeInnocenz III. , seinem Oheim an Kraft des Geistes und des