Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Das 14. und 15. Jahrhundert

Benedict XII. starb am 25. April 1342 zu Avignon .

Seine Feinde, die Günstlinge Johanns XXII., die Minoritenund die Patrioten Italiens konnten das Urteil der Geschichtenicht verfälschen, welches diesem einfachen, rauhen und gerech-ten Manne die ihm gebührende Anerkennung nicht versagt.(Gregorovius ).

Zu seinem Nachfolger wurde wiederum ein Franzose, derKardinal von S. Nereus und Achilleus, am 7. Mai 1342 gewählt,am 19. Mai 1342 als Clemens VI. (13421352) gekrönt.

Er hieß Pierre Roger und war der Sohn eines begütertenEdelmanns, Guillaume Herr von Rosieres, aus dem Hause Ro-ger. Schon als Knabe hatte er sich unter die Benediktiner auf-nehmen lassen. Später war er Professor der Theologie inParis, dann Bischof von Arras , Kanzler des Königs Philipp, nach-einander Bischof von Sens und von Rouen , und im Jahre 1338von Benedict XII. zum Kardinal gemacht, ein gelehrter Theo-loge, aber zugleich ein prachtliebender Herr von großartigenNeigungen, dem die mönchische Richtung seines Vorgängersmehr als fremd war.

Der Wechsel auf dem päpstlichen Stuhl war auch ein sol-cher im Regiment der Stadt Rom. Denn nur persönlich warendie Päpste derenSignoren.

Das römische Volk beschloß sofort, auf Clemens VI. diesenatorische Gewalt zu übertragen, in der Hoffnung, ihn nachRom zu ziehen.

Eine feierliche Gesandtschaft von 18 Römern aus den dreiStänden, dem hohen Adel, der großen Bürgerschaft und denkleinen Leuten, geführt von Stefan Colonna, Francesco vonVico und dem Syndicus der Stadt, Lellus de Cosecchis, begabsich nach Avignon. Sie brachtedem edlen Herrn Pierre Ro-ger als Geschenk die lebenslängliche städtische Gewalt und er-flehte von ihm als Papst die Rückkehr nach Rom . Sie bat ihnendlich zu Gunsten der verarmten Stadt die Epoche des Jubilä-ums auf das fünfzigste Jahr herabzusetzen. Das letzte bewilligteder Papst sofort. Die städtische Gewalt nahm er, als Pierre