1056
Das 14. und 15- Jalirlumdcit
Drinnen hatte Cola seine Milizen gesammelt, Reiterei wieFußvolk. Er beschloß nunmehr einen Ausfall. Mehrere Orsiniund der Kanzler Malabranca waren mit ihm.
Im Augenblick als die Römer das Tor geöffnet hatten,sprengte der 20 jährige Gianni Colonna, Stefano des AltenEnkel, allein gegen das Tor heran. Im Glauben, seine Partei-genossen hätten geöffnet, legte er die Lanze ein und gab demPferde die Sporen. Giannis Roß tat einen Fehltritt und schleu-derte seinen Reiter aus dem Sattel in eine Vertiefung.
Die Feinde warfen sich auf ihn, rissen ihm die Rüstung ab,töteten ihn mit drei Hieben, ließen ihn auf einem Steinhaufenam Tore liegen. Nun stürmten die Römer hinaus. Es kam zueinem furchtbaren Kampfgemenge, in welchem die Barone völliggeschlagen und ihre Gewalt gebrochen wurde.
Gegen achtzig von der Schar der Barone fanden den Tod.Viele wurden gefangen.
Der Tribun zog im Triumph nach Sta. Maria Araceli. DieLeichen der Colonnesen wurden in S. Silvestro in Capite be-erdigt.
X».
Cola schien in seiner Stellung wieder vollkommen gesichert,als plötzlich ein unvermuteter Vorgang seiner Herrschaft einEnde bereitete.
Man erwartete in Rom die Ankunft Ludwigs von Ungarn ,welcher gegen Neapel zog. Auch in Rom hatte man für ihngeworben. Besonders war ein gewisser Giovanni Pipino , Pfalz-graf von Altamuro und Graf t r on Minorbino, welcher früherwegen Räubereien aus Neapel vertrieben war, für ihn sehr tätig.Dieser hatte jetzt den Gerichtsdiener des Tribunen (Marescal-cus), als dieser eine Vorladung gegen Luca Savelli an der PortaS. Angelo anschlagen und mehrere von dessen Freunden ge-fangen nehmen wollte, mißhandelt.
Pipino wurde von dem Tribunen vor Gericht geladen. Zugleichwar zwischen ihm und dem Giordano Orsini Mißtrauen entstan-