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Das 14. und 15. Jahrhundert
Aufenthalt wußte. Die meisten glaubten, er sei zu dem KönigLudwig von Ungarn nach Neapel gegangen, der in den letztenTagen des Jahres 1347 in das Königreich Neapel einzog.
Gregorovius kennzeichnet die Lage:
„Der Volkstribun hatte den Römern, in ihrer tiefen Ver-lassenheit, ein klassisches Karnevalsspiel gegeben, und die Herr-lichkeit der antiken Welt in einem glänzenden Triumphzug vorihren Augen vorübergeführt. Nun kam die Ernüchterung, undmit ihr die Realität der Restauration des rachevoll heimkehren-den Adels.“
Kapitel H.
Von 1347 bis 1378.
i.
s ist kennzeichnend für die durch die Flucht Colasgeschaffene Lage, daß für die städtischen Ereignissedes nächsten Jahres zuverlässige Nachrichten fastvöllig fehlen.
Die Fortgesetztheit dieser Nachrichtenlosigkeit erklärt sichfreilich nicht nur durch die Verwirrung der städtischen Zu-stände. Zwei furchtbare Himmelsplagen kamen hinzu: diePest des „schwarzen Todes“ (pestis inguinaria) und das großeErdbeben am 9. und xo. September 1349.
Die Pest des schwarzen Todes war vom Orient her imHerbst 1347 durch genuesische Schiffe nach Italien gekommenund hatte ihren Schrecken in reißender Geschwindigkeit überItalien verbreitet.
In Siena und dessen Gebiet starben mehr als 80 000 Men-schen, in Pisa täglich 500, in Florenz von fünf Menschen drei.In Bologna begrub man zwei Dritteile der Bevölkerung.
„Die Folgen waren völlige Umwandlung der Vermögens-verhältnisse in allen Orten, welche die Pest entvölkert hatte,