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Das 14. und 15. Jahrhundert
Landsmannes Nicolaus V. betrachtete. Gegenüber der InschriftNicolaus’ V. ward die seinige angebracht.
Überaus groß und umfassend war die Tätigkeit Sixtus’ IV. für die Kirchen und Heiligtümer der ewigen Stadt, welche ja fürdie Pilger das eigentliche Ziel ihrer Wallfahrt waren. DiePeterskirche ließ er säubern. Durch Einsetzen von Marmor-und Glasfenstern sorgte er für besseres Licht. Dem Einsturze,der auf der linken Seite drohte, beugte er durch einen stützendenAnbau vor. Auch die Basilika des Laterans wurde auf seinenBefehl gereinigt. Die Seitenschiffe wurden mit Bodenbelag ver-sehen und verschönert.
Sigismondo de’ Conti schreibt: „In der ganzen Stadt gabes kaum eine Kapelle, welche der Papst im Jubeljahr nichtwiederhergestellt hätte. Manche Kirchen und Klöster wurdenvöllig neu erbaut. In S. Cosimato in Trastevere , wo die Schwe-ster des Papstes begraben ward, ließ derselbe durch Antonio daViterbo eine Madonna mit dem heiligen Franziskus und Klaramalen.
Ein weiteres wichtiges Werk, dessen Beginn in die erste ZeitSixtus’ IV. fällt, war die vom Papste angeordnete Erneuerungdes verfallenen Hospitals von S. Spirito.
Wie der Papst für die Wallfahrer besorgt war, zeigt auchseine an die italienischen Mächte gerichtete Ermahnung, für guteund sichere Wege zu sorgen, eine genügende Anzahl von Her-bergen in Bereitschaft zu halten und die Pilger nicht durch Zöllezu belästigen.
Sorge für die Wallfahrer war es auch, welche Sixtus IV. be-stimmte, auf das Programm der Straßenverbesserung zurück-zugreifen.
Es ist ein Breve an den päpstlichen Kommissar Girolamode’ Giganti vom 14. Dezember 1473 erhalten, in welchem esheißt: „Neben unzähligen andern Sorgen müssen Wir Uns dieReinlichkeit und Verschönerung Unserer Stadt am Herzen ge-legen sein lassen. Denn wenn irgend eine reinlich und schönsein soll, dann muß es vor allem die sein, welche das Haupt des