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Von 1492 bis 1513 1243
Ludwig XII. erklärte er 1510 Neapels verlustig und be-lehnte damit Ferdinand den Katholischen.
Auch Alphons, den Herzog von Ferrara , der an der Ligafesthielt, traf der Kirchenfluch.
Am 4. Oktober ijii schloß Julius II. mit Ferdinand vonSpanien und mit Venedig die „heilige Liga“ zum Schutze desPapstes und des Kirchenstaates ab.
Im Verein mit Venedig, Spanien, England und den Schwei-zern unternahm er einen Winterfeldzug und erlebte, daß nachden mannigfaltigsten Wechselfällen und nachdem der franzö-sische Feldherr Gaston de Foix in der Schlacht bei Ravenna(11. April 1512), wo der Kardinallegat Giovanni de Medici(Leo X.) gefangen wurde, gefallen war, bald darauf die Fran-zosen (1512) über die Alpen zurückgedrängt wurden.
Als die Nachricht von der Räumung Genuas kam, branntenin Rom Freudenfeuer. Der Papst schenkte der Peterskirche eineAltarbekleidung mit der Inschrift: „Julius II. nach Italiens Be-freiung.“ Raffaels Fresco verherrlichte in den Stanzen diesesErgebnis: „Vertreibung Heliodors aus dem Tempel.“
Der Papst vergrößerte den Kirchenstaat durch Parma undPiacenza, welche zum Herzogtum Mailand gehört hatten. DieSchweizer, welche zur Befreiung Oberitaliens von den Fran-zosen das meiste beigetragen hatten, erboten sich, indem sieAbgesandte im Namen von 12 Kantonen zur Huldigung desPapstes nach Rom schickten, zum beständigen Schutz desKirchenstaates.
Das vom König in Pisa zusammenberufene Konzil erlangteals französische Parteiversammlung keine Bedeutung. Die öku-menische Lateransynode, die Julius ihr entgegensetzte, und diesein letzter kirchlicher Akt war, brachte dem Papst volle Ge-nugtuung.
Am 4. November iji2 kam, als Botschafter des KaisersMaximilian, dessen einflußreichster Staatsmann, Mathias Lang,Bischof von Gurk nach Rom, mit einem prachtvollen Einzugbei S. Maria del Popolo empfangen. Am 3. Dezember erklärte
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