Sacco di Roma
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Mannschaften und zerstörten das Zelt ihres Anführers. Nurdurch die Drohung, seine Stelle niederzulegen, brachte Bemel-berg die Meuternden zur Besinnung.
X.
Die Landsknechte kehrten schon gegen Ende Septemberaus Siena und Umbrien nach Rom zurück, um ihren Sold ein-zutreiben. Ein Teilnehmer, Sebastian Schertlin , berichtet tage-buchmäßig: „In September sein wir wieder in Rom gezogen, dieStadt war noch baß geplündert, und erst große Schätz unter derErden gefunden, und sein noch 6 Monat allda gelegen.“ DieLandsknechte hausten in Rom ärger als zuvor. Sie gehorchtenkeinem Befehle mehr. Sie plünderten und machten Gefangene.Sie zerstörten Paläste und Häuser.
Ihre schon im Junivertrag ausbedungenen Geiseln, den Erz-bischof von Siponto (später Julius III.) , den Erzbischof Bartolinivon Pisa, den Datar Giberti, den Bischof Antonio Pucci vonPistoja, und die Florentiner Salviati und Ridolfi lieferte derPapst im großen Saal der Engelsburg an die Deutschen aus. Esgab eine erschütternde Szene, da alle in Tränen ausbrachen. Alar-con führte die Geiseln nach Campo di Fiore. Dort nahmen dieLandsknechte sie in Empfang und sperrten sie im Palast derCancelleria ein. Von dort schleppten sie die Geiseln oftmals,zwei zu zwei an Ketten gebunden, in ihre Versammlungen aufCampo di Fiore, wo sie drohende Galgen auf gerichtet hatten.
Am 30. September berichtete der nunmehr endlich in Ita-lien eingetroffene Abgesandte des Kaisers, Don Pedro de Veyre,dem Kaiser über die Verhältnisse in Italien, welche er so mißlichfand, daß er dringend zu einem Frieden riet. Hierauf ging ernach Rom, um mit Clemens zu einem Abschluß zu kommen.
Der Vertrag mit dem Papst wurde am 31. Oktober 1527in der Engelsburg festgestellt und am 2 6 . November unter-zeichnet.
Der Kaiser verpflichtete sich, dem Papste die Freiheit undden Kirchenstaat zurückzugeben, unter der Bedingung seiner