Sacco di Roma
1331
Engelsburg vorbei zog Clemens zum St. Peter, wo er sich vordem Apostelgrabe niederwarf.
Die Stadt bot ein jammervolles Bild erlittener Qualen. DieHospitäler lagen voll von Kranken. Die in Schmutz starrendenStraßen, halb zerstört und verbrannt, waren erfüllt von denJammergestalten um Brot bettelnder Menschen. Ein Zeit-genosse zählte 13 600 durch das Kriegsvolk des Kaisers zerstörteHäuser. Francesco Gonzaga, der Vertreter Mantuas in Rom ,meldete am 7. Oktober: „Rom ist in dem Zustande, daß vierFünftel der Häuser unbewohnt sind“ (Roma e a termine, che dellacinque parti la quatro delle habitationi sono dishabitate). Manzählte 30 000 Menschen, die durch den Feind, durch Elend undPest ihr Leben verloren hatten. Von 85 000 und mehr Ein-wohnern unter Leo X . war die Stadt auf 32 000 herabgesunken.Es wird berichtet, daß dies durch Zählung festgestellt wurde.
Dem Papst versagte die Kraft gegenüber den Aufgaben undLeiden, welche über ihn gekommen waren.
Am 6 . Januar 1529 verfiel Clemens in eine heftige Krank-heit.
Dies brachte einen allgemeinen Schrecken in Rom hervor.Man fürchtete die Rückkehr der Landsknechte und den Unter-gang der Stadt.
Der Papst erholte sich aber rasch, und mit seiner Genesungstellte sich bei ihm der klare Entschluß ein, den Frieden mitdem Kaiser, dessen "Wünschen entsprechend, zu verwirklichen.
XIII.
Am 29. Juni 1329 schlossen der Papst und der Kaiser zuBarcelona einen Frieden ab. Ihre Bevollmächtigten waren dabeiGiambartolomeo Gattinara und Girolamo Schio, Bischof vonVaison, der Nachfolger Castigliones in der Nuntiatur.
Karl verpflichtete sich, Sforza in Mailand als Herzog zudulden, dem Papst den Kirchenstaat zurückzugeben, die Vene-